19:06 18 Januar 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    2817513
    Abonnieren

    Der Auftritt eines als Adolf Hitler verkleideten Mannes bei einem Motorradfahrer-Treffen auf der sächsischen Augustusburg (nahe Chemnitz) wird keine juristischen Folgen haben.

    „Die Imitation ist strafrechtlich nicht relevant“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz am Donnerstag auf Nachfrage.

    Das Tragen eines Seitenscheitels und eines entsprechenden Bartes falle nicht unter den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, fügte sie hinzu. Das Zeigen von Hitlerfotos, ein Hitlergruß oder ein Hakenkreuz seien hingegen strafbar.

    Auch der Tatbestand der Volksverhetzung, den die Polizei Chemnitz erwog, ist laut Staatsanwaltschaft im konkreten Fall nicht gegeben. „Dafür müsste man sich gegen nationale oder ethnische Gruppen wenden.“ Das habe der Imitator beim Biker-Treffen nicht gemacht, so die Sprecherin.

    Video mit Hitler-Imitator

    Zuvor war ein Video im Netz von einem als Hitler verkleideten Mann verbreitet worden, der am Samstag bei dem Biker-Treffen auf der Augustusburg im Beiwagen einer Maschine saß, die wie ein Wehrmachtsmotorrad aussah.

    ​Die Aufnahme zeigt, wie der Fahrer das Motorrad unmittelbar neben einem Polizeifahrzeug einparkt. Der Beamte am Lenkrad des Polizeiautos nimmt die Aktion offensichtlich amüsiert mit dem Handy auf.

    ​Das Video sorgte in den sozialen Netzwerken für weitgehendes Entsetzen. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer verurteilte die Aktion auf Twitter als „geschmackslos“.

    ​ta/gs/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Alice Weidel irritiert russische Botschaft auf Twitter
    EU-Parlament wirft Putin Geschichtsverzerrung vor
    Massenschlägerei in Essener Gerichtssaal: Nach Urteilsspruch im Clan-Prozess fliegen die Fäuste
    Tags:
    Adolf Hitler, Michael Kretschmer, Sachsen