22:35 11 August 2020
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    Eine Podiumsdiskussion zum Thema Verschleierung ist Medienberichten zufolge an der Goethe-Universität in Frankfurt eskaliert, wobei es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen ist.

    Der Vorfall ereignete sich demnach am Donnerstag. Nach Angaben der „FAZ“ hielten Mitglieder der Gruppe „Studis gegen rechte Hetze“ noch vor Beginn der Diskussion „Die Verschleierung: Modeaccessoire, ein religiöses Symbol oder politisches Instrument“ Plakate in die Höhe, verlasen ein Statement und verteilten Flyer. Sie traten gegen das Kopftuchverbot auf. Laut ihrer Position würde ein Verbot lediglich die bereits bestehende institutionelle Benachteiligung muslimischer Frauen in Deutschland fördern.

    Muslimische Frauen
    © Sputnik / Natalia Seliwestrowa

    Zudem sei diese Diskussion „hinter dem Rücken der kopftuchtragenden Frauen“ geführt, was sich in der Besetzung des Podiums widerspiegeln würde.

    Die Gruppe wurde daraufhin mehrfach aufgefordert, den Raum zu verlassen. Doch sie weigerten sich. Der Protest eskalierte, laut „FAZ“ flogen Fäuste, ein Tisch wurde auch umgestoßen. Erst als die Polizei eintraf, beruhigten sich die Gemüter wieder und die Diskussion wurde fortgesetzt. Eine Polizeisprecherin erklärte später der „Bild“, dass gegen mehrere Personen Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet wurden.

    Eine andere Perspektive auf die Diskussion

    Später veröffentlichte die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite ihre Sicht auf das Geschehene. Die Protestaktion sollte „auf die Gefährlichkeit und Funktion der sogenannten ‚Kopftuch-Debatte‘ aufmerksam“ machen. Die Kopftuch-Debatte habe die Ausgrenzung und Stigmatisierung muslimischer Menschen zur Folge, gegen die die Mitglieder etwas entgegensetzen wollten.

    dg/gs

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    Kopftuchgesetz, Kopftuch, Hidschab, Auseinandersetzungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main, Verschleierung