09:35 20 Februar 2020
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    Immer mehr Menschen in Deutschland haben mehr als einen Job. Ausschlaggebend für mehr als die Hälfte der Mehrfachbeschäftigten sind finanzielle Schwierigkeiten. Darüber berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ am Dienstag.

    Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA), auf die sich die Zeitung beruft, waren Ende Juni 2019 rund dreieinhalb Millionen Menschen mehrfachbeschäftigt. Das sind 3,62 Prozentpunkte mehr als im Juni 2018.

    Fast drei Millionen Menschen hatten im vergangenen Jahr neben einem regulären Job noch eine geringfügige Beschäftigung. Etwa 345.000 Menschen gingen zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen nach. Die dritthäufigste Variante war die Kombination von zwei oder mehr sogenannten Minijobs.

    „Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind für 53 Prozent der Befragten finanzielle Schwierigkeiten oder Nöte ausschlaggebend für eine Nebentätigkeit“, hieß es in dem Beitrag.

    Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann forderte eine Erhöhung des Mindestlohns „in einem ersten Schritt auf 12 Euro die Stunde“, um dem Trend zu begegnen. Sie mahnte in der Zeitung überdies die Abschaffung der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form von Leiharbeit und von sachgrundlosen Befristungen an.

    om/sb/dpa

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