04:18 29 Februar 2020
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    Der französische Präsident Emmanuel Macron ist in Israel mit der örtlichen Polizei aneinandergeraten. Er schrie die Beamten wütend auf Englisch an und forderte sie auf, die St.-Anna-Basilika zu verlassen. Das entsprechende Video kursiert nun in den sozialen Netzwerken.

    „Verlasse diesen Ort, geh. Diese Regeln existieren seit Hunderten von Jahren und werden sich mit mir nicht ändern“, schrie Macron unter anderem.

    Zudem ist im Video zu sehen, wie der französische Präsident versucht, sich durch die Polizistenmasse durchzudrängen.

    Was verärgerte Macron?

    Laut anwesenden Journalisten war Macron anscheinend empört, dass die israelische Polizei versuchte, die Basilika von St. Anne nach ihm zu betreten. Sie ist nämlich im Besitz der französischen Regierung und wird von der Organisation „Weiße Väter“, einer katholischen Missionsgesellschaft, geleitet.

    Laut anderen Darstellungen hatte das unnötige Gedränge den französischen Präsidenten so verärgert.

    Ein ähnlicher Vorfall soll sich bereits im Jahr 1996 zugetragen haben, als der damalige Präsident Jacques Chirac ebenfalls gegenüber israelischen Polizisten laut werden musste. Damals verlor Chirac vor derselben Basilika die Beherrschung, als israelische Soldaten sich in der Basilika positioniert hatten.

    „Ich will keine bewaffneten Leute auf französischem Territorium”, hatte er damals unter anderem gesagt.

    Die Basilika wurde 1142 erbaut und befindet sich im muslimischen Viertel von Jerusalem.

    ng/mt/sna/

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    Tags:
    Konflikt, Polizei, Holocaust, Israel, Jerusalem, Emmanuel Macron