17:02 19 Februar 2020
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    Diskriminierung von Bewerbern kommt in Deutschland laut der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) immer noch häufig vor. Beide setzen sich schon lange für anonymisierte Bewerbungsverfahren ein.

    Einige positive Beispiele gebe es nur im öffentlichen Dienst. „Nachholbedarf gibt es aus unserer Sicht bei privaten Unternehmen“, so der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle.

    Mehrere Pilotprojekte hätten gezeigt, dass das Verfahren leicht umzusetzen sei und Benachteiligungen beim ersten Schritt im Bewerbungsverfahren minimieren könnte. Nach Einschätzung des DGB hat sich in den letzten Jahren etwas getan, jedoch „längst nicht genug“, sagte Vera Egenberger vom DGB.

    In Deutschland verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Diskriminierung auf allen Ebenen des Arbeitslebens. Rund ein Viertel der Diskriminierungserfahrungen im Arbeitsleben werden den Angaben der Bundesstelle zufolge während der Arbeitssuche und bei Bewerbungen gemacht. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) misst anonymisierten Bewerbungen in der betrieblichen Praxis keine wesentliche Rolle bei. Transparenz und eine klare Unternehmenspolitik trügen nachhaltiger gegen Diskriminierung bei, so das Argument.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Arbeitgeber, Anonymität, Verfahren, Bewerbung, Diskriminierung