02:48 02 April 2020
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    Die Bundesregierung richtet von August 2020 bis Juni 2021 ein „Deutschlandjahr“ in Russland aus. Noch werden Mitstreiter gesucht. Jedenfalls soll „quer durch Russland mit einem Bündel von Projekten die einzigartige Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen und Zusammenarbeit“ unterstrichen werden, so die Veranstalter.

    Das Motto des Deutschlandjahres ist „GERMAN и Я“. Das klingt im Russischen gesprochen wie ´German-i-ja`, also Deutschland. Im Wortspiel betont es gleichermaßen das „Germanische“ wie den Menschen, denn „Ja“ heißt „Ich“ im Russischen. Die Kreation ist jedenfalls Resultat eines Wettbewerbes, der durchgeführt worden sei, um einen Leitspruch zu finden, der die Beziehungen in ihrer Vielfalt und mit Blick auf die Zukunft schlaglichtartig umreiße:

    „Deutschland und Russland verbindet eine über viele Jahrhunderte reichende gemeinsame Geschichte – mit Höhen und Tiefen. Als Nachbarn in Europa bildeten sich enge Beziehungen und Verflechtungen in Kultur, Bildung und Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft heraus“, so die Verlautbarung des Goethe-Instituts.

    „Seien Sie dabei, bewerben Sie sich!“

    Quer durch Russland soll mit einem Bündel von Projekten die einzigartige Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen und Zusammenarbeit unterstrichen werden. Gemeinsam mit russischen und deutschen Partnern würden zahlreiche Festivals, Projekte und Veranstaltungen durchgeführt. Details gibt es noch keine, aber einen Aufruf. „Seien Sie dabei, bewerben Sie sich!“, heißt es aus dem Goethe-Institut. Die Aufgabe der überwiegend vom Bund finanzierten Institution soll die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland befördern, der Pflege internationaler kultureller Zusammenarbeit, der Vermittlung eines umfassenden Deutschlandbildes sowie der Entwicklung zivilgesellschaftlicher demokratischer Prozesse dienen, wie das Institut seine Aufgaben selbst beschreibt.

    „Wunderbar together“

    Erst im Dezember des vergangenen Jahres war das Deutschlandjahr in den USA mit dem Slogan "Wunderbar together" (Wunderbar gemeinsam) beendet worden. Es war eine Zusammenarbeit des Kulturinstituts, des Auswärtigen Amtes und des Bundesverbands der Deutschen Industrie und soll rund 1,3 Millionen Besucher in den Vereinigten Staaten erreicht haben. Die "deutsch-amerikanischen Beziehungen - das ist weit mehr als Handelsstreit oder der Streit über Verteidigungsausgaben", so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegenüber Journalisten bei seinem Besuch in Boston im vergangenen Oktober. „Das Interesse der Menschen in unseren beiden Ländern aneinander ist erhalten geblieben."

    Insofern programmatisch erscheint auch die sehr menschliche Maxime „German-i-ja“ des Deutschlandjahres in Russland.

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    Tags:
    Kulturaustausch, Goethe-Institut, Russland, Deutschland