07:28 14 Juli 2020
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    Eine zweieinhalb Monate lange Werbekampagne, neue Einwohner in die süditalienische Region Molise zu locken, scheint gewisse Erfolge beschert zu haben. Über 600 Bewerbungen erhielt die Region von Menschen, die gerne in das bevölkerungsarme Gebiet ziehen würden, sagte die örtliche Regierung auf dpa-Anfrage am Freitag.

    Die 600 Projekte, die bis zum Stichtag 30. November eingereicht wurden, stammen laut Behördenangaben von Menschen aus fünf Kontinenten. Es seien darüber hinaus 5062 E-Mails und 18.427 Telefonanrufe mit der Bitte um Informationen eingegangen.

    Das Angebot: Einfaches Leben im Kleindorf

    Die rund 200 Kilometer südöstlich von Rom gelegene Region bietet den Zuwanderern einen Zuschuss von 700 Euro pro Monat für einen Zeitraum von drei Jahren. Voraussetzung ist, dass sie in ein Dorf mit weniger als 2000 Einwohnern ziehen und dort mindestens fünf Jahre bleiben.

    Die Bewerber müssen dort ein Gewerbe gründen oder ein Gebäude als Wohnhaus sanieren. Das Programm ist zunächst auf 40 Teilnehmer beschränkt. Eine Kommission muss nun entscheiden, welche der eingereichten Projekte am vielversprechendsten sind.

    Molise gehört zum Mezzogiorno, dem strukturschwachen Süden Italiens, der seit Jahrzehnten Bewohner verliert. Derzeit hat die Region noch knapp über 300.000 Einwohner, in den 1950er Jahren waren es einmal mehr als 400.000. Vor allem junge Leute ziehen auf der Suche nach Arbeit weg.

    Es gibt in Molise mehr als 100 Dörfer mit weniger als 2000 Einwohnern. Die Region zwischen Adria und Apennin warb unter anderem mit sauberer Luft, schönen Landschaften und niedriger Kriminalität.

    msch/sb/dpa

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    Tags:
    Infrastruktur, Zuwanderung, Einwanderung, Migranten, Werbekampagne, Italien