20:00 07 April 2020
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    Im Januar 2019 sind in Deutschland 12.212 Asylanträge gestellt worden. Das seien 16 Prozent weniger als im Januar 2018, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit.

    Die meisten Bewerber kamen aus Syrien (2593), dem Irak (1034) und der Türkei (779). Zu den Hauptherkunftsländern zählten außerdem Afghanistan, der Iran, Georgien und Moldau. Von diesen Erstanträgen betrafen 2208 Anträge in Deutschland geborene Kinder von Schutzsuchenden.

    Den Grund für den Rückgang der Asylbewerberzahl sehe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den von der Regierung beschlossenen „Maßnahmen zur Steuerung und Ordnung der Migration“. Da der Migrationsdruck trotzdem hoch bleibe, plädiere er für Fortschritte bei der Sicherung der EU-Außengrenzen und die von ihm seit Monaten geforderte Reform des europäischen Asylsystems. Diese Fragen sollen ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr dieses Jahres sein.

    Nach der Meinung des innenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Mathias Middelberg (CDU), muss der von der EU-Kommission angekündigte Reformvorschlag schnell vorgelegt werden. Seine Position begründet er mit der angespannten Situation im östlichen Mittelmeerraum. „Wir brauchen endlich ein System, das zügige Asylentscheidungen und eine gleichmäßige Verteilung ermöglicht, ohne Pull-Effekte zu stärken“, sagte Middelberg.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Horst Seehofer, Migration, Grenzschutz, Rückgang, Asylantrag