21:30 30 November 2020
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    Die FDP sieht die Rentenpolitik von Union und SPD vor dem Scheitern. Der Grund: Die Rentenkommission der Bundesregierung ist sich beim künftigen Renteneintrittsalter und weiteren wichtigen Punkten uneins und muss die Vorlage ihres Abschlussberichts verschieben.

    „Wenn sich die Rentenkommission in zentralen Punkten nicht auf einen gemeinsamen Bericht einigen kann und nun der ganze Zeitplan in Frage steht, muss man ein desaströses Scheitern der ganzen Rentenpolitik von Union und SPD befürchten“, sagte der FDP-Rentenexperte Johannes Vogel der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

    Hintergrund ist, dass die Rentenkommission der Bundesregierung die ursprünglich für den 10. März vorgesehene Vorlage ihres Abschlussberichts auf Ende März verschiebt. Bei zentralen Punkten wie dem künftigen Renteneintrittsalter ist sich die Kommission uneins.

    Die Kommission soll Vorschläge machen für die künftige Absicherung der Rente, wenn immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentner kommen.

    „Vom Prinzip her abenteuerlich"

    Vogel sagte: „Alle Fragen zur langfristigen Stabilität in eine Kommission auszulagern und deren Spielraum dann massiv einzuschränken, indem man vorher teure Fakten im Gesetz schafft, war schon vom Prinzip her abenteuerlich.“ Damit spielte er etwa auf die Mütterrente und andere Rentengesetze der Koalition an.

    „Nach Experten gegen Einsturzgefahr zu rufen, ist wenig glaubwürdig, wenn man selbst an den Fundamenten der Rentenfinanzen herumsprengt“, sagte Vogel. „Wenn nun die Kommission scheitern sollte, bleibt eine fatale Gesamtbilanz der Rentenpolitik von Union und SPD.“

    Anstatt die Rente enkelfit zu machen, hätten beide jahrelang teure Wahlgeschenke mit der Gießkanne verteilt, sogar Reformen der 2000er Jahre rückabgewickelt und dabei wissentlich die Stabilität des Altersvorsorgesystems für die jüngeren Generationen aufs Spiel gesetzt.

    leo/dpa

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    Tags:
    Experten, Scheitern, Kommission, Rente, Rentenalter, CDU, SPD, FDP, Deutschland