06:34 30 Oktober 2020
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    Die Verteidigung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange ist laut seinem französischen Rechtsanwalt Éric Dupond-Moretti damit befasst, für den Mandanten politische Zuflucht in Frankreich zu bekommen.

    „Unsere Verfassung erlaubt es“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Paris.

    Julian Assange ist weltbekannt dank den Publikationen, die die gesetzwidrigen Handlungen der USA während der Militäroperationen in Afghanistan und im Irak entlarven. Der Journalist veröffentlichte Daten über die Ermordung von Zivilisten während der Kampfhandlungen sowie über die Haftbedingungen im US-Gefängnis Guantanamo auf Kuba.

    2010 wurde er in Schweden der Vergewaltigung und der Belästigungen bezichtigt. Assange hatte alles zurückgewiesen: Nach seinen Worten sollen die gegen ihn erstatteten Anzeigen Frauen aus Rache und unter dem Einfluss der Polizei gemacht haben. Später wurde das Verfahren eingestellt, dann aber wiederaufgenommen und im vergangenen November erneut eingestellt.

    Im Juni 2012 hatte der WikiLeaks-Gründer in Ecuadors Botschaft in London Zuflucht gefunden, da er seine Auslieferung befürchtete. Nachdem ihm der weitere Aufenthalt in der Botschaft verweigert worden war, wurde Assange am Morgen des 11. April 2019 auf US-Anfrage hin festgenommen. Ein Londoner Gericht erklärte ihn für schuldig, gegen die Bedingungen der Freilassung auf Bewährung verstoßen zu haben, und verurteilte ihn zu elf Monaten Freiheitsstrafe.

    Daraufhin hatten die US-Behörden Assange neue Beschuldigungen der Spionage und der Offenbarung von Geheiminformationen vorgeworfen. Aktuell wird im Londoner Gericht die Anhörung zur Frage der Auslieferung abgehalten. In den USA drohen Assange bis zu 175 Jahren Haft.

    ek/ek/sna

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    Tags:
    Anhörungen, Beschuldigungen, USA, Ecuador, Schweden, Auslieferung, Rechtsanwalt, Julian Assange