13:58 04 August 2020
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    Eine Schule im Heimatort des ermordeten nordhessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll künftig seinen Namen tragen.

    Laut einer Aussage des Kreissprechers vom Freitag traf die Schulgemeinde der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen (Landkreis Kassel) die Entscheidung, sich umzubenennen. Sie will sich von ihrem bisherigen Namenspatron – dem deutschen Geophysiker Wilhelm Filchner (1877-1957) – trennen. Stattdessen will die Schule sich nach dem CDU-Politiker benennen, der 2019 auf der Terrasse seines Hauses aus nächster Nähe erschossen worden war.

    Der Umbenennung zur Walter-Lübcke-Schule muss aber der Mitteilung zufolge noch der Kreistag zustimmen. Es sei aber eine Mehrheit dafür zu erwarten, am 1. April könnte die Entscheidung getroffen werden.

    Mordfall Walter Lübcke

    Walter Lübcke war am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses durch einen Kopfschuss getötet worden. Der tatverdächtige Stephan E., früher als Neonazi bekannt, soll nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler der Schütze sein. E. legte ein umfassendes Geständnis ab, widerrief es aber später. Das Motiv war mutmaßlich Lübckes Einsatz für die Unterbringung von Flüchtlingen.

    Neben ihm soll auch Markus H. am Tatort gewesen sein. Er sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Dieser habe auch die Waffe auf Lübcke gerichtet, als sich ein Schuss löste, behauptet E.. Die Anklage in dem Verfahren soll Anfang März erhoben werden.

    mo/mt/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Hessen, Walter Lübcke, Kassel