09:30 30 Oktober 2020
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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (201)
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    Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat am Freitag auf deren offizieller Webseite Maßnahmen bekanntgegeben, die wegen einer möglichen Verbreitung des Coronavirus getroffen werden.

    Bisher wurde laut dem Statement ein Soldat infiziert. Oberstarzt Dr. Thomas Harbaum forderte, dass „offen, ehrlich, zentral und verständlich über das Virus informiert werden“ soll. Erst dann würde „nicht jeder eigene Husten, oder die laufende Nase in der Familie, zu Angst und Unsicherheit“ führen.

    „Gleichzeitig gilt es, unsere Vorbereitungen auf eine Epidemie jetzt zu nutzen und alle Maßnahmen umzusetzen, die einer Ausbreitung im Inland und in unseren Einsatzgebieten so weit wie möglich vorbeugen.“

    Informationsaustausch und Isolierung

    Unter den Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Weiterverbreitung werden die Einrichtung einzelner Unterbringungsmöglichkeiten zum Schutz der Umgebung vor Infektionen und der ständige Informationsaustausch zwischen dem Sanitätsdienst und dem Robert-Koch-Institut sowie den zivilen Gesundheitsämtern genannt.

    Für eine isolierte Unterbringung von Soldaten, bei denen der Verdacht einer Infektion bestehe, stünden dann mehr als 1200 Plätze bereit. Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser seien darauf vorbereitet, mit Sars-CoV-2 infizierte Patienten nach gültigen Richtlinien in Einzelisolierung behandeln zu können. Zusätzlich stelle jedes der Bundeswehrkrankenhäuser Plätze für intensivpflichtige Covid-19-Erkrankte bereit.

    In der Notaufnahme der Kliniken werden laut dem Sanitätsdienst „die verschiedenen Patientengruppen konsequent“ getrennt, damit „ansteckungsverdächtige Personen“ so früh wie möglich von anderen Patienten unterschieden werden.

    Bei den Einsatzkontingenten werde der Impfschutz überprüft. Vor den Verlegungen werde eine Anamnese erhoben, die die Aufenthaltsorte der Kontingentangehörigen vor dem Einsatz abfrage.

    Neuartiges Coronavirus

    Ende Dezember hatte Peking die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenentzündung unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan (Provinz Hubei) informiert. Als Krankheitserreger wurde etwas später das Coronavirus 2019-nCoV identifiziert, das den Namen Sars-CoV-2 erhielt. Die neue Corona-Lungenkrankheit hat von der WHO den offiziellen Namen Covid-19 bekommen. Die WHO hat wegen des Coronavirus einen internationalen Gesundheitsnotfall ausgerufen.

    Coronavirus-Fälle weltweit

    Inzwischen wurden aus zahlreichen Ländern erste Fälle gemeldet, etwa aus Israel, Dänemark, Norwegen, Deutschland, Estland, Rumänien, Weißrussland und Litauen. In Italien gibt es mit mehr als 650 Infizierten und mindestens 17 Toten den größten Ausbruch in Europa.

    In Festlandchina stieg die Zahl der erfassten Infektionen auf rund 78.800, die Zahl der Toten lag in der offiziellen Statistik für Festlandchina bei 2788. Seit einer neuerlichen Änderung der Zählweise vergangene Woche hat sich der täglich berichtete Anstieg der neuen Infektionen mit dem Virus und der Todesfälle in der Statistik Chinas deutlich reduziert. Die Zahl der Genesungen liegt weltweit bei mehr als 36.600.

    mo/mt

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