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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (201)
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    Ein Expertenteam um den Wiener Genetiker Josef Penninger hat ein neues Medikament gegen das tödliche Coronavirus entwickelt, berichtet das Portal oe24.at.

    Das Medikament APN01 werde derzeit in China an 24 Patienten über sieben Tage hinweg getestet. Abhängig vom Ergebnis der vorläufigen Studie könnten noch weitere und größere Untersuchungen an Patienten gemacht werden, hieß es.

    Das Medikament wurde laut dem Portal von dem in Wien ansässigen Biotechnologie-Unternehmen Apeiron entwickelt. Eine Pilotstudie werde von Experten aus Österreich, China und Kanada durchgeführt.

    APN01

    Bei dem Medikament APN01 handele es sich um das Enzym rhACE2 (rekombinantes menschliches Angiontensin-Converting-Enzym-2). Der Wiener Genetiker und ehemalige Leiter des Instituts für Molekulare Biotechnologie der Akademie der Wissenschaften arbeite bereits seit einiger Zeit an dem Enzym.

    2005 sei ACE2 auch als essenzieller Rezeptor bei Sars und akutem Lungenversagen erkannt worden, hieß es weiter. Das Erbgut des Coronavirus sei zu 80 Prozent mit dem SARS-Erreger identisch.

    „Ich freue mich, dass aufgrund unserer Forschung und Entwicklungsarbeit das Potenzial von APN01 für die Behandlung von Patienten, die an der neuartigen Coronavirus-Infektion leiden, untersucht wird“, so Penninger, der zurzeit an der British Columbia University in Kanada tätig ist.

    Neuartiges Virus

    Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenkrankheit mit unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde ein neuartiges Virus identifiziert. Das Virus löst eine Lungenkrankheit aus, die die Bezeichnung COVID-19 bekommen hat.

    Nach neuesten WHO-Angaben haben sich weltweit 86.983 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt. Erkrankungsfälle wurden aus 53 Ländern gemeldet.

    pd/mt/

     

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    Behandlung, Medikamente, Impfstoff, Patienten, China, Wien