03:33 14 Juli 2020
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    Die Hilfsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisiert die Umstände, unter denen rund 450 Migranten auf einem Schiff im Hafen von Mytilini, der Hauptstadt der Insel Lesbos, festgehalten werden.

    „Die Weigerung, den Menschen in Gewahrsam die Möglichkeit zu geben, Asyl zu beantragen, und die offene Drohung, sie zurück zu ihren Verfolgern zu schicken, stehen im krassen Gegensatz zu den gesetzlichen Verpflichtungen, denen Griechenland zugestimmt hat, sowie den Werten und Grundsätzen, die es angeblich vertritt“, sagte Bill Frelick, Direktor für Flüchtlings- und Migrationsrechte bei HRW am Dienstag.

    Nach „Schleusenöffnung“ durch Türkei

    Griechenland hatte das Asylrecht am 1. März für einen Monat ausgesetzt, nachdem die Türkei Ende Februar angekündigt hatte, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen. Bei den Menschen auf dem Marineschiff handelt es sich nach Behördenangaben um Migranten, die seither illegal von der türkischen Küste nach Lesbos übergesetzt haben. Sie sollen in ein Lager auf dem Festland gebracht und von dort in ihre Herkunftsländer ausgewiesen werden.

    Laut Informationen von HRW befinden sich auf dem Schiff 451 Menschen, darunter viele Kinder und Frauen. Die meisten kämen aus Afghanistan, es seien jedoch unter anderem auch Syrer, Iraker, Kongolesen und Somalier an Bord.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Human Rights Watch (HRW), Türkei, Griechenland