07:57 10 August 2020
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    Die Europäische Union hat die Anschaffung von medizinischen Materialien, die den nötigen Bedarf im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung abdecken, beendet. Dies teilte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Interview mit der spanischen Zeitung „El Pais“ am Mittwoch mit.

    „Lassen Sie mich zunächst meine Solidarität mit den Spaniern zum Ausdruck bringen, die heutzutage so sehr leiden, und meinen Dank an das Gesundheitspersonal, das unermüdlich in Spanien arbeitet. Ich bewundere die Reaktion der spanischen Bürger. Sie sind ein Modell für Europa. Spanien ist nicht allein. Kein EU-Land kann diese Krise alleine überwinden, aber gemeinsam werden wir Kraft aufbauen, um nicht nur das Virus zu bekämpfen, sondern auch die Dynamik unserer Wirtschaft wiederzugewinnen“, sagte von der Leyen.

    Spanien im Kampf gegen Corona

    Von der Leyen sagte ferner, dass Spanien im Kampf gegen das Virus einen akuten Bedarf an Schutzmitteln wie Masken und Handschuhe empfinde. Auf diesem Gebiet verfüge sie über gute Nachrichten. Eine gemeinsame Ausschreibung, die mit 25 EU-Mitgliedsländern, einschließlich Spanien, für den Kauf von Materialien organisiert worden sei, habe alle entstandenen Bedürfnisse abgedeckt.

    „Wir haben sogar mehr Material erhalten als wir brauchten“, so die Chefin der EU-Kommission.

    So könne Spanien nun wie andere Staaten auf die angeforderte Materialmenge zugreifen und diese in Krankenhäusern verteilen.

    „Im wirtschaftlichen Bereich haben wir die Vorschriften für staatliche Beihilfen der Staaten gelockert und ermöglichen derzeit die Genehmigung von Maßnahmen der spanischen Regierung im Wert von bis zu 20.000 Millionen Euro, mit denen kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige unterstützt werden“, betonte von der Leyen.

    "Das gibt mir Kraft, weiterzumachen"

    „Wenn ich den Mut sehe, mit dem das spanische Volk in dieser Zeit konfrontiert ist, gibt es mir Kraft, dasselbe zu tun“, antwortete von der Leyen auf die Frage, wie es ihr gelingt, mit der entstandenen Situation zurechtzukommen.

    „Meine Familie versteht die Situation. Ich habe sie mehrere Wochen nicht gesehen und werde viele Wochen nicht nach Hause zurückkehren können. Meine sieben Kinder sind zu Hause bei meinem Mann, was in Ordnung ist. Wir sprechen jeden Abend über Skype und besprechen den Tag, den wir jeweils hatten. Das gibt mir Kraft, weiterzumachen“, so von der Leyen.

    Aktueller Stand

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11. März den Ausbruch einer neuartigen Coronavirus-Infektion Covid-19 als Pandemie eingestuft. Nach jüngsten WHO-Angaben seien weltweit über 425.000 Menschen infiziert worden, über 18.950 seien gestorben.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Atemschutzmasken, Material, Coronavirus, Hilfe, Europäische Kommission, Spanien, Ursula von der Leyen