15:10 10 August 2020
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    Ein Einwohner des nordpolnischen Dorfes Młynisko hat den Abriss eines sowjetischen Denkmals verhindert, indem er das Monument auf sein Grundstück verlegte.

    Marek Halupka, ein Einwohner des Dorfes Młynisko in Nordpolen, verlegte ein sowjetisches Denkmal, das sich ursprünglich in der polnischen Stadt Welun befand, auf sein Grundstück. Das Monument heißt „Denkmal für die Zerstörer des Hitlerismus“ und ehrt zwei Soldaten der Roten Armee. Gemäß dem polnischen Gesetz über „Dekommunisierung“ sollte es abgerissen werden.

    „Ich konnte nicht zulassen, dass das Denkmal zerstört wird, und beschloss, es als Eigentum zu erwerben“, sagte Halupka gegenüber den russischen Journalisten.

    Nachdem die Bauarbeiter in Halupkas Auftrag das Denkmal auf sein Grundstück verlegt hatten, installierte der neue Besitzer neben dem Denkmal ein Schild mit der Aufschrift „Vor Vergessenheit retten“.

    Im Sommer 2017 unterzeichnete der polnische Präsident Andrzej Duda Gesetzesänderungen, die die Propaganda des Kommunismus oder eines anderen totalitären Systems in den Namen von Gebäuden und Räumlichkeiten für öffentliche Nutzung verbieten. Das Gesetz sieht unter anderem den Abriss sowjetischer Denkmäler vor.

    Experten zufolge kamen während der Befreiung Polens mehr als 600.000 sowjetische Soldaten ums Leben.

    Die russischen Behörden hatten mehrmals unterstrichen, dass einige europäische Länder immer wieder versuchen würden, die Geschichte neu zu schreiben. Ende 2019 sagte der russische Präsident Wladimir Putin, dass diese Länder, insbesondere Polen, Verhandlungen mit Nazi-Deutschland geführt hätten. Nach Angaben der russischen Politiker sei Europa nicht bereit, diesen Teil seiner Geschichte anzuerkennen. Putin zufolge ist Russland dagegen verpflichtet, die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg zu bewahren. Zudem müsse sich Russland den Versuchen entgegenstellen, die Geschichte zu fälschen, so Putin.

    ac/mt

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    Tags:
    Abriss, Polen, Zweiter Weltkrieg, Rote Armee, Denkmal