10:45 09 April 2020
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    Deutschlands Bund und Länder ermöglichen kurzfristige Hilfen für digitalen Unterricht, um Unterrichtsabsicherung in Corona-Zeiten zu unterstützen. Dies folgt aus einer gemeinsamen Erklärung der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesbildungsministeriums vom Donnerstag.

    Aus dem DigitalPakt Schule werden demnach 100 Millionen Euro für den Ausbau von Online-Plattformen in die Hand genommen.

    „Mit diesen Mitteln können die Länder den schnellen Aufbau der Infrastruktur und die Ausweitung des digitalen Unterrichts in Zeiten bundesweit geschlossener Schulen umsetzen“, hieß es.

    Die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dankte laut dem Statement den Lehrkräften, die unter „erschwerten Umständen“ das Lernen ermöglichen, für „Engagement und Kreativität“.

    „Digitales Lernen und Lehren ist in diesen Tagen eine gute Möglichkeit, für Schülerinnen und Schüler Unterrichtsausfälle abzufedern.“

    Diese Formen des Unterrichts sollten „jetzt zügig stark ausgeweitet werden“.

    Aus der Sicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz und der rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig, befinden sich die Deutschen jetzt in einer „Krise, die die Bundesrepublik so noch nicht erlebt“ habe. Die „herausfordernden Zeiten“ verlangen nach „besonnenem und gleichzeitig entschlossenem Handeln“.

    „Wir wollen jetzt die Rahmenbedingungen für digitale Angebote an Schülerinnen und Schüler schnell und unbürokratisch verbessern. Weil alle Länder gleichermaßen vor dieser Aufgabe stehen, wollen wir Mittel aus dem DigitalPakt Schule nutzen, um länderübergreifende Synergieeffekte zu erzielen.“

    DigitalPakt Schule

    Der Digitalpakt war am 17. Mai 2019 in Kraft getreten. Vorausgegangen war ein langer Streit zwischen Bund und Ländern, weil das Grundgesetz geändert werden musste, damit der Bund das Geld zur Verfügung stellen darf. In Bildungsfragen darf er den Ländern normalerweise nicht reinreden.

    Bis 2024 stellt der Bund mit dem Pakt fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung von Deutschlands Schulen bereit. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Bundesländer von 555 Millionen Euro.

    Die Schulträger können beim jeweiligen Land Fördermittel beantragen. Davon sollte nach dem bisherigen Konzept vor allem die Ausrüstung an den Schulen selbst finanziert werden, also beispielsweise interaktive Tafeln, Computer oder eine schnelle und kabellose Internetverbindung für die Schule. Ist die digitale Infrastruktur an einer Schule gegeben, können auch Klassensätze mit mobilen Endgeräten, etwa Tablets, angeschafft werden.

    Nun sollen auch landesweite Online-Plattformen oder die Beschaffung digitaler Lerninhalte gefördert werden.

    mo/mt/dpa

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    Schulen, Ausbildung, Coronavirus, Deutschland