11:33 05 August 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (529)
    5614
    Abonnieren

    Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern von Bund und Ländern wegen der Corona-Krise Hilfen für Studenten und Wissenschaftler. Entsprechende Forderungen wurden auf den Webseiten der Organisationen publik gemacht.

    „Bund und Länder, Wissenschaftseinrichtungen und Drittmittelgeber müssen entschlossenen und unverzüglich handeln“, so die Gewerkschaft Verdi auf ihrer Homepage.

    Notlagenfonds für Studierende und Hochschulbeschäftigte

    Viele Studierende, die neben ihrem Studium arbeiten müssten, verlören gerade ihre Stellen und hätten keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

    Darum fordere die Gewerkschaft schnellstmöglich eine deutliche Öffnung des BAföG und einen zusätzlichen Notlagenfonds für Studierende. Befristete Verträge von Wissenschaftlern sollten zudem „sofort“ um sechs Monate verlängert werden.

    „Volles Semesterprogramm nicht auf Biegen und Brechen durchziehen“

    Eine entsprechende Forderung bekräftigte am Montag auch die GEW. Die Gewerkschaft forderte darüber hinaus, dass sich Länder und Hochschulen mit Studenten- und Beschäftigtenvertretungen an einen „virtuellen Runden Tisch“ setzen sollten, um gemeinsam Rahmenbedingungen für Lehre und Studium auszuhandeln.

    „Es ist zu befürchten, dass einige Hochschulen das volle Semesterprogramm auf Biegen und Brechen durchziehen wollen – und dafür das Studium flächendeckend auf Online-Lehre umstellen oder die Vorlesungszeit weit in die Sommerferien hinein verschieben“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung.

    Er betonte ferner, dass die Hochschulen aber technisch und didaktisch nicht auf ein digitales Lehrangebot für alle Studiengänge vorbereitet seien. Außerdem werde die vorlesungsfreie Zeit im Sommer dringend für Prüfungen, Vor- und Nachbereitungen, Forschung, wissenschaftliche Qualifizierung und Erholungsurlaub benötigt. „Die GEW lehnt strikt ab, die Vorlesungszeit in die Semesterferien auszudehnen“, so Keller.

    Coronavirus in Deutschland

    Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle ist in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nach aktuellem Stand (Montag, 08:05 Uhr) auf 95.391 gestiegen. Demnach sind 1434 Deutsche an dem Erreger gestorben. In den zurückliegenden 24 Stunden seien 3677 neue Infektionsfälle sowie 92 Todesfälle registriert worden.  

    Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge Bayern (24.974, 437 Todesfälle), Baden-Württemberg (19.395, 387 Todesfälle) und Nordrhein-Westfalen (19.384, 255 Todesfälle). In Berlin haben sich bisher 3670 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt.   

    ak/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (529)

    Zum Thema:

    Chinesische Su-30-Jets auf spektakulärer Zehn-Stunden-Mission gefilmt – Video
    Merkel erschüttert über Explosion in Beirut – schnelle Hilfe geplant
    Gewaltige Explosion im Hafen von Beirut – Videos
    Tags:
    Wissenschaftler, Bafög, Studenten, Gewerkschaften, Deutschland