01:44 11 Juli 2020
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    Die Außenminister der Ukraine, Kanadas, Schwedens, Afghanistans und Großbritanniens haben ein gemeinsames Statement im Zusammenhang mit dem Absturz der ukrainischen Passagiermaschine Boeing 737 gemacht. Das Schreiben wurde am Donnerstag auf der offiziellen Webseite des ukrainischen Ministeriums veröffentlicht.

    Seit der Tragödie in Teheran mit dem Flug PS752 der Ukraine International Airlines (UIA) sind demnach 100 Tage verstrichen. Die Ukraine, Kanada, Schweden, Afghanistan und Großbritannien bilden eine Koordinationsgruppe zur Hilfe für die Opfer der Katastrophe.

    „(...) Mitglieder der Koordinationsgruppe wollen den Familien und Nächsten der Opfer versichern, dass unsere Ministergruppe weiter zusammen handelt. Sie plädiert für eine völlige Verantwortung, Transparenz, Gerechtigkeit und Entschädigungen sowie für eine komplette, unabhängige und transparente Ermittlung, um den Familien und den Nächsten zu helfen, das Leid zu durchleben, das sie immer noch empfinden.“

    Boeing-Abschuss nahe Teheran

    Das Flugzeug der Ukraine International Airlines war am 8. Januar kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen worden. Alle 176 Insassen kamen ums Leben.

    Neben Iranern waren Bürger aus sechs weiteren Staaten an Bord: aus Afghanistan, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Schweden und der Ukraine.

    Der Iran hatte zunächst den Abschuss bestritten, aber nach drei Tagen gestanden, die ukrainische Maschine irrtümlich zum Absturz gebracht zu haben. Das iranische Militär, das mitten in einer militärischen Konfrontation mit den USA in voller Alarmbereitschaft gewesen sei, habe den Passagierjet für einen Marschflugkörper gehalten, hieß es aus Teheran.

    mo/mt

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    Tags:
    Flugzeugabsturz, Iran, Ukraine