23:08 12 August 2020
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    Jede humanitäre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus ist laut dem Vize-Vorsitzenden der Staatsduma für auswärtige Angelegenheiten, Alexej Tschepa, nützlich, und der Vorwurf der US-Medien wegen Russlands Hilfe, insbesondere in Bezug auf die mechanische Beatmung, ist aus dem Finger gesogen. So kommentierte er einen US-Medienbericht.

    Zuvor war in den US-Medien ein Artikel erschienen, der besagt, dass die humanitäre Hilfe aus Russland Geräte für mechanische Beatmung beinhaltete, die für den Einsatz in amerikanischen Krankenhäusern nicht geeignet seien, da sie für die Spannung russischer Stromnetze von 220 Volt ausgelegt seien, die Spannung in den USA aber 110 Volt betrage, zudem habe sie Gasmasken chemischen Typs enthalten.

    „Aus dem Finger gesogene Behauptung“

    „Sind geeignet - sind nicht geeignet. Wir wissen, dass es unterschiedliche Spannungen gibt, und wir wissen, dass es Adapter gibt, die solche Probleme lösen können. Dies ist eine aus dem Finger gesogene Behauptung. Die heutigen modernen Gasmasken sind, wie ich Ihnen sagen kann, nicht jene alten Gasmasken, die wir sehen (…) Dies sind moderne Gasmasken, die man aufsetzt (um Infektionen zu verhindern – Anm. d. Red.). Erinnern Sie sich, als der Präsident (Russlands) in Kommunarka (Krankenhaus) war? (...) Und was all diese Mittel betrifft. Wir können sagen, dass dieses Desinfektionsmittel besser ist als jenes - vielleicht besser. Aber wenn es überhaupt nichts gibt, ist auch das gut“, sagte Tschepa.

    Der Abgeordnete betonte, man könne dem Hungrigen Brot geben oder ihn „in einem Restaurant bewirten“. Letzteres sei natürlich besser, aber Brot sei auch gut, fügte er hinzu.

    Aleksandar Vucic und Wladimir Putin (Archivbild)
    © AP Photo / Sergei Chirikov
    In dem Artikel wurde betont, dass die Vereinigten Staaten Russland etwa 660.000 Dollar zahlen sollten, was die Hälfte der Kosten für humanitäre Hilfe abdecke. Die Hälfte der von Russland für den Kampf gegen das Coronavirus in die USA gelieferten Fracht wurde vom Russischen Fonds für direkte Investitionen und die andere Hälfte von der amerikanischen Seite bezahlt, teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, zuvor mit.

    „Nun zum Geld. Ich denke, dass hier Transportkosten vielleicht (auftauchen) (…), weil das Auftanken, die Hin- und Rückfahrt – alles Geld kostet. Und die humanitäre Hilfe selbst ist kostenlos ... Ich habe mehrmals an verschiedenen humanitären Hilfsgüterlieferungen teilgenommen. Ich weiß sehr gut, dass, wenn zum Beispiel in einem Land humanitäre Hilfe geleistet wird, das eine Sache ist. Sie müssen aber diese dorthin schicken. Und das bedeutet Flugzeug, Treibstoff, einen Hin- und Rückflug. Jemand zahlt extra dafür (...) Daher glaube ich, ich weiß nicht, wer dies kalkuliert hat, aber höchstwahrscheinlich sind dies die Kosten für den Versand“, bemerkte der Abgeordnete.

    Politische Implikationen?

    Zuvor hatten die ABC News-Reporter politische Implikationen bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe aus Russland verdächtigt, worauf der US-Präsident Donald Trump erklärte, dass ihn die russische Propaganda überhaupt nicht rühre, wenn es um die Rettung von Menschenleben gehe.

    Der Abgeordnete betonte, dass die humanitäre Hilfe von „verschiedenen Ländern für verschiedene Länder“ bereitgestellt werde, aber nicht von allen gleich wahrgenommen werde. Einige Journalisten können humanitäre Hilfsgüter-Lieferungen kritisieren, weil dies für sie – die Journalisten – günstig sei, da sie „ihre Karte ausspielen“.

    Der Vize-Vorsitzende des Sicherheitsrates Russlands, Dmitri Medwedew, sagte zuvor in einem Interview mit der RIA Novosti, dass diejenigen, die Russland des Eigeninteresses bei der Hilfeleistung gegenüber anderen Ländern im Kampf gegen Covid-19 beschuldigen, versuchen würden, ihre politischen Ziele durchzusetzen, oder schamlos lügen.

    ek/mt/sna

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    Beatmungsgerät, USA, Vorwürfe, Alexej Tschepa, Staatsduma, humanitäre Hilfe