18:35 31 Oktober 2020
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    Unbekannte haben eine Freiluftausstellung mit 16 Fotoporträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald in Thüringen verunstaltet. Wie ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale am Samstag auf Anfrage sagte, seien auf den Porträts fünf Flugblätter mit Bezug zur Corona-Pandemie angebracht worden.

    Der Vorfall sei am Donnerstag entdeckt worden, die Flugblätter seien entfernt.

    Der Veranstalter der seit etwa einem Jahr laufenden Ausstellung „Die Zeugen“, Martin Kranz, hatte am Samstag von einem ähnlichen Vorfall berichtet, der sich eine Woche zuvor ereignete. Dabei seien mehrere Porträts mit Aufklebern mit der Aufschrift „Risikogruppe“ verunstaltet worden. Auch diese wurden entfernt. Die Polizei geht nach Angaben des Sprechers von einer Ordnungswidrigkeit aus.

    Das Konzentrationslager Buchenwald wurde im Juli 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar durch die SS errichtet. Bis zum Kriegsende wurde es mit seinen 139 Außenlagern zum größten Konzentrationslager im Dritten Reich. Darin waren 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt.

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Polizei, Buchenwald, Deutschland