03:45 14 Juli 2020
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    Das Landgericht Duisburg hat am Montag den Prozess um das Unglück bei der Loveparade 2010 mit 21 Todesopfern eingestellt. Dies ist einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Gerichts zu entnehmen.

    Gegenstand des Verfahrens waren demnach ausschließlich die Vergehen der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung. Zuletzt hatten noch drei leitende Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent auf der Anklagebank gesessen.

    „Konkrete Anhaltspunkte für ein vorsätzliches Handeln der Angeklagten und damit die Möglichkeit, dass dem Verfahren ein Verbrechen zu Grunde liegen könnte, haben sich nicht ansatzweise ergeben.“

    Nur eine geringe Schuld vermutet

    Die Einstellung des Verfahrens sei gerechtfertigt, weil eine etwaige Schuld der Angeklagten infolge einer Gesamtschau aller relevanten Umstände zum jetzigen Zeitpunkt „als (nur) noch gering“ anzusehen sei und ein öffentliches Interesse an der weiteren Verfolgung nicht mehr bestehe, so die Institution.

    Ab Juli 2020 würde die Verfolgungsverjährung für einzelne Teile der angeklagten Tat eintreten.

    Die Zustimmung der Angeklagten zur Einstellung enthalte kein Eingeständnis einer strafrechtlichen
    Schuld. Die Angeklagten dürften laut dem Gericht „durch selbiges sowie das mediale Interesse erheblich belastet gewesen sein“.

    Loveparade-Tragödie

    Bei der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 waren im Gedränge am Zugangsbereich des Veranstaltungsgeländes 21 Menschen getötet und mehr als 650 Menschen verletzt worden.

    Bei dem Prozess um die Katastrophe handelt es sich nach DPA-Angaben um eines der aufwendigsten Strafverfahren der Nachkriegszeit. Der Mammutprozess endete nach knapp zweieinhalb Jahren und 184 Sitzungstagen.

    mo/mt/dpa

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    Nordrhein-Westfalen, Duisburg, Deutschland