22:34 06 Juli 2020
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    Laut der neusten Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erhöht jeder Tag der coronabedingten Schließung von Betrieben die Arbeitslosenquote.

    „Unsere Schätzungen kommen zu dem Schluss, dass jeder Tag von wirtschaftlichen Schließungen beziehungsweise Ausgangsbeschränkungen die Arbeitslosigkeit erheblich erhöht hat“, betonten die Autoren der Studie.

    Die Forscher schließen nicht aus, dass die durch die Corona-Krise bedingte Arbeitslosigkeit auch nach der Wiederöffnung von einzelnen Wirtschaftszweigen auftreten könne. Im Rahmen einer Öffnungsstrategie müssten deshalb alle Möglichkeiten ausgelotet werden, wie die Reaktivierung der Wirtschaft unter Eindämmung des Virus möglich sei.

    Die Bundesagentur für Arbeit hatte ihre Monatsstatistik für April 2020 in der vergangenen Woche präsentiert. Demnach waren im April deutschlandweit 308.000 Menschen mehr arbeitslos als im März - dies ist ein völlig untypischer Anstieg um diese Jahreszeit. Normalerweise sinkt die Arbeitslosigkeit im April saisonbedingt.

    Ende April hatte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitgeteilt, dass das Arbeitsmarktbarometer im April im Vergleich zum Vormonat um 6,8 Punkte abgestürzt sei. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit dem November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Industriebetriebe, Schließung, Arbeitslosigkeit, Deutschland, Krise, Coronavirus