09:53 14 Juli 2020
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    Mit einem Online-Konzert auf dem YouTube-Kanal RusDeutsch begehen Russlanddeutsche den Tag des Sieges am 9. Mai. Unter dem Motto „Den Namen wird der Sieg zurückgeben. Nationalität - Deutscher. Heimat - Russland“ hat der Internationale Verband der deutschen Kultur bekannte Schauspieler und Musiker zu dem Event eingeladen.

    Die Vize-Vorsitzende des Verbandes, Olga Martens, regt an: “Wir erinnern uns an Tausende von Sowjetdeutschen, die zum Sieg über die Nazi-Diktatur in den Reihen der Roten Armee und unter schwierigsten Bedingungen in den Betrieben und auf Baustellen der „Arbeitsarmee“ beigetragen haben. Wir sind stolz auf die Vertreter der deutschen Nationalität, die für ihre Leistungen und herausragende Verdienste während der Gefechtshandlungen mit der höchsten Auszeichnung – mit dem Stern des Helden der Sowjetunion - ausgezeichnet wurden.“

    Es gebe Daten, sagt sie weiter, „die weder die Zeit noch die Entfernung noch die Wechselkurse oder sogar die epidemiologische Situation beeinflussen. Solch ein bedeutender und wichtiger Tag für uns alle ist der 9. Mai. Jetzt ist es jedoch wichtig, die soziale Distanz zu halten, so dass das Konzert in einem aktuellen Format stattfinden wird – die Teilnehmer werden in einer häuslichen Umgebung auftreten.“

    Insgesamt kämpften mehr als 64.000 Russlanddeutsche im Großen Vaterländischen Krieg, davon mehr als dreitausend Offiziere und einige Generäle. Etwa 20 Russlanddeutsche erhielten den Titel eines Helden der Sowjetunion.

    Olga Martens bedauert nur, dass der Erinnerungskrieg in Europa immer schärfer wird und von einer Aussöhnung über alle Grenzen hinweg immer weniger die Rede ist. Auf ihrer Facebook-Seite nimmt auch Ljubov Schneider dazu wie folgt Stellung:

    „Die Tragödie des Krieges können nur diejenigen vergessen, die er nicht berührt hat. Beide Großväter von mir kamen in einem sehr jungen Alter ums Leben. Wie vergesse ich das? Heute geht es nicht darum, mit dem Gedächtnis zu kämpfen, sondern Schlussfolgerungen aus der Vergangenheit zu ziehen. Sie lauten: Zu Beginn eines jeden neuen Jahrhunderts beginnen verschiedene Länder, die neues Wissen, neue Technologien und moderne Waffen entwickelt haben, einen Krieg gegen Russland. Und sie verlieren ihn! Mit großen Verlusten auf beiden Seiten.“

    Dem fügt Bora Dobermann hinzu: „Für die Zukunft sollte das Augenmerk wieder mehr auf Erinnerungen, Versöhnung und vor allem auf die Weitergabe der historischen Erfahrungen an die nachfolgenden Generationen gelegt werden.“

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    Tags:
    Russlanddeutsche, Zweiter Weltkrieg