00:43 15 Juli 2020
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    Laut dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft soll der 49-jährige Angeklagte wegen eines Mordversuchs mit vergifteter Nudelsuppe lebenslang in Haft.

    Außerdem forderte die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Wiesbaden, dass der Mann nach dem Ende der Haft in Sicherungsverwahrung kommt. Der 49-jährige Deutsche soll im Februar 2019 im Rheingau in das Haus eines Ehepaares eingedrungen sein und Pflanzengift in die Suppe hinzugefügt haben.

    Der Ehemann hatte die Suppe seinen Hunden gegeben, die mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht wurden und überlebten. Der Staatsanwaltschaft zufolge war der Angeklagte in den Ehemann verliebt, der jedoch alle Avancen zurückwies. Die Männer kannten sich vom Tennisplatz.

    Nach Angaben der Staatsanwältin habe der Angeklagte vor der Tat im Internet unter anderem Wurzelknollen des Blauen Eisenhuts bestellt. Gutachter hatten das Gift dieser Pflanze in Resten der Nudelsuppe und im Erbrochenen der Hunde festgestellt.

    Der 49-Jährige war bereits 2001 vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Vergiftung, Wiesbaden, lebenslang, Haftstrafe, Mordversuch, Angeklagte, Staatsanwalt, Deutschland