14:36 09 Juli 2020
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    Der Verein Reporter ohne Grenzen befürchtet, dass sich nach mehreren Angriffen auf Journalisten die Berichterstattung über Demonstrationen in Deutschland verringern könnte.

    „Wir befürchten, dass die jüngsten Angriffe Medienschaffende verunsichern und diese im Zweifel weniger von Kundgebungen berichten“, sagte der Vereinsgeschäftsführer Christian Mihr.

    Er betonte auch, dass jeder, der einen Angriff auf Journalisten und Journalistinnen verübe, dabei das Grundrecht auf Pressefreiheit angreife. Laut Mihr müssten Medienschaffende gerade in Zeiten einer Pandemie „frei und ohne Angst vor Gewalt“ berichten können.

    In den vergangenen Wochen war es zu mehreren Angriffen auf Reporterteams im Umfeld von Demonstrationen gekommen. Am Wochenende hatte es einen Angriff auf ein WDR-Team in Dortmund bei einer Demo gegen Corona-Einschränkungen gegeben. Tage zuvor hatte ein Mann in Berlin ein Kamerateam des ARD-Hauptstadtstudios angegriffen.

    Reporter ohne Grenzen ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation, die sich weltweit für die Pressefreiheit und gegen Zensur einsetzt. Außerdem engagiert sich die Organisation für die aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten und dokumentiert weltweit Verstöße gegen die Informationsfreiheit.

    ac/mt/dpa

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    Berichte, wenig, Reporter ohne Grenzen (RoG), Reporter, Angriffe, Deutschland, Demonstrationen, Coronavirus