09:06 28 September 2020
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    Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat Beiträge in „Financial Times“ und „New York Times“ über angeblich unterschätzte Angaben hinsichtlich der Sterblichkeitsrate an Coronavirus in Russland als „Fake-Salve“ bezeichnet.

    In der Sendung „60 Minuten“ im TV-Sender „Rossija 1“ erklärte sie, sie sei keine Spezialistin für Viren und medizinische Probleme, allerdings beschäftige sie sich seit vielen Jahren mit „internationalen Informationen“ und kommuniziere mit westlichen Journalisten, unter anderem über die Organisation von Interviews.

    „Was ich in diesen Artikeln sehe: Erstens gibt es da eindeutig ein und dieselbe Handschrift, das heißt, es gab eindeutig eine gewisse Grundlage für das Schreiben dieser Materialien - dies ist mit bloßem Auge zu erkennen. Und das Wichtigste: Westliche Journalisten lassen sich niemals nur von Ihrer Stellungnahme leiten, ohne jemanden zu kontaktieren, um die andere Seite zu präsentieren, die Informationen noch einmal zu überprüfen und sich auf Informationen aus mehreren Quellen zu stützen. In der Regel werden zwei oder drei Quellen verwendet“, so Sacharowa.

    Nach ihren Worten fehle in den genannten Beiträgen die offizielle Position Russlands. Sacharowa erklärte, dass die Materialien Zitate von Wladimir Putin und der Leiterin von Rospotrebnadsor, Anna Popova, enthielten, die jedoch aus ihren früheren Äußereungen stammen würden.

    „Es kann nicht sein, dass, wenn es um objektiven Journalismus geht und ein Material vorbereitet wird, das eigentlich enthüllen soll, die aktuelle Position der russischen Seite zu diesem Thema nicht angegeben wird. In diesem Fall bekommt jene Meinung Vorrang, die eben die Rechtmäßigkeit der geäußerten These bestätigt“, sagte sie.

    Dabei werde die Position Russlands, wenn sie in einem westlichen Beitrag dargelegt wird, immer von Kommentaren begleitet, betonte Sacharowa.

    „Niemals werden unsere Informationen, die aus erster Hand - von offiziellen Persönlichkeiten - stammen, von westlichen Journalisten so wie sie sind präsentiert, sondern immer umwoben von Meinungen einer großen Anzahl von Experten, auch offizieller Persönlichkeiten, allerdings von der anderen Seite“, schloss die Sprecherin des Außenministeriums.

    Die Zeitung „Financial Times“ schrieb am Vortag unter Verweis auf ihre eigene Analyse und ihre Experten, dass im April in Moskau und St. Petersburg um 72 Prozent mehr Menschen als im Durchschnitt innerhalb der letzten fünf Jahre gestorben seien.

    Aktueller Stand in Zahlen

    Nach den neuesten Daten betrug die Gesamtzahl der weltweit an Coronavirus Infizierten mehr als vier Millionen Menschen, von denen mehr als 286.000 starben. In Russland wurden über 242.000 Infizierte registriert, über 2200 starben, mehr als 48.000 genasen.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    New York Times, Financial Times, Fake-News, Maria Sacharowa, Russisches Außenministerium