03:27 14 Juli 2020
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    Für Studierende bedeutet die Corona-Pandemie nicht nur die Umstellung vom Hörsaal auf Online-Vorlesungen. Für viele heißt die Schließung von Cafés und Geschäften auch den Wegfall des dringend benötigten Einkommens aus dem Nebenjob. Wovon leben die Studenten zu Corona-Zeiten und wie hat sich ihr Konsumverhalten verändert?

    Für die meisten Studenten gehören die knappen Kassen genauso zum Alltag dazu wie der Besuch von Vorlesungen oder das Schreiben von Seminararbeiten. Der aktuelle BaföG-Höchstsatz liegt bei gerade einmal 853 Euro, und diesen bekommt längst nicht jeder Studierende zugesprochen. Damit im Kühlschrank mehr ist als Licht und Senf, sind die meisten Studenten (über 70 Prozent) darauf angewiesen, nach den Vorlesungen, am Wochenende oder in den Semesterferien einem oder mehreren Jobs nachzugehen.

    Zu den häufigsten Studentenjobs gehören Bürojobs, Kellnern, Jobs als Kassierer, Aushilfe oder Nachhilfelehrer. Meist können Studenten nur stundenweise arbeiten, werden pro Stunde und nicht besonders großzügig bezahlt und gehören nicht zur Kernbelegschaft.

    Betrachtet man all diese Faktoren, dann verwundert es nicht, dass Studenten in der Corona-Krise finanziell nicht gut dastehen. Der studentische Verein MTP hat eine Befragung unter Studenten zu ihrer finanziellen Lage und zu sich daraus ergebenden Veränderungen im Konsumverhalten durchgeführt.

    Immerhin: Knapp die Hälfte der Befragten gab an, noch in dem Job tätig zu sein, den sie auch vor der Krise schon ausübten. Vierzehn Prozent sind den Angaben zufolge derzeit freigestellt, fünf Prozent haben ihren Job verloren. Wie kommen die Studenten über die Runden? Mit 70 Prozent nimmt die überwältigende Mehrheit die finanzielle Hilfe der Familie in Anspruch. Knapp die Hälfte der Befragten bezieht noch Lohn, fünfzehn Prozent gaben als Einkommensquelle BAföG an. Sechs Prozent sagten aus, derzeit überhaupt keine Einkommensquelle zu haben. Die Mehrheit der befragten Studenten glaubt nicht daran, dass sich an ihrer finanziellen Situation in absehbarer Zeit etwas ändern wird, dreizehn Prozent denken, die finanzielle Lage werde problematisch bleiben.

    Zu ihrem Konsumverhalten in der Krise gaben fast zwei Drittel der insgesamt 384 befragten Studenten zwischen 18 und 29 Jahren an, dass es sich verändert hat. 39 Prozent sagten, sie würden nun deutlich sparsamer leben, 16 Prozent konsumierten nun andere Güter. Für Mode und Kosmetik beispielsweise wird nun deutlich weniger Geld ausgegeben, für Streamingdienste und Lebensmittel hingegen mehr.

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    Bafög, Arbeit, Deutschland, Studenten, Coronavirus