08:05 09 Juli 2020
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    Die irakische Regierung ist darüber empört, dass die EU-Vertretung in Bagdad am Sonntag eine Regenbogenfahne gehisst hat. Das Außenministerium des Landes erklärte laut der staatlichen Agentur INA, dies verletze die religiösen Gefühle vieler Bürger und widerspreche den Werten und sozialen Normen des überwiegend von Muslimen bewohnten Landes.

    Die EU-Vertretung soll die schwul-lesbische Flagge anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit an diesem Sonntag aufgezogen haben. Die Botschaften Kanadas und Großbritanniens schlossen sich der Aktion an.

    Der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr empörte sich über die Aktion und sprach von einer „Aggression gegen das Recht und die Religion des Irak“. Vor wenigen Wochen hatte er gleichgeschlechtliche Ehen als eine der Ursachen für die Ausbreitung des Coronavirus bezeichnet. Homosexualität ist im Islam streng verboten.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Regierung, EU, Irak