23:15 04 Juli 2020
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    Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden sind im Zuge der Ermittlungen gegen eine wegen Mordes an einem dreijährigen Kita-Kind verdächtige Erzieherin in Viersen weitere Vorfälle in früheren Kindergärten der 25-Jährigen offenbart worden.

    Die Polizei stieß auf mehrere Fälle, in denen unter anderem ein Junge mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen war. Der erste Fall ereignete sich demnach im Jahr 2017.

    Nach Angaben der Stadtbehörden hatte es gegen die unter Mordverdacht stehende Frau vorher in Viersen keine Beschwerden gegeben. Sie hatte demnach von sich aus am 15. April gekündigt. Der Polizei zufolge sei das dreijährige Kind am vorletzten Arbeitstag der 25-Jährigen mit einem Atemstillstand ins Krankenhaus gebracht worden. Dort wurde klar, dass das Kind schwerste Schäden davongetragen hatte und die Ursache - so die Stadt - sich medizinisch nicht erklären ließ.

    Das Krankenhaus habe laut den Stadtbehörden daher ein Gutachten angeregt. Die Ermittler stellten Einblutungen an den Augen fest, die auf eine Gewalttat hindeuteten.

    Das Kind starb am 4. Mai, einen Tag nach seinem Geburtstag. Das Mädchen namens Greta sei seit der Einlieferung ins Krankenhaus maschinell beatmet worden und habe schließlich den Hirntod erlitten.

    Die Erzieherin wurde am 19. Mai festgenommen und wurde in die Untersuchungshaft geschickt. Sie hat den Ermittlern zufolge von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Die 25-Jährige hatte erst am 1. Januar 2020 in der Kita "Steinkreis" angefangen, wo sich der letzte Vorfall ereignete.

    ac/mt/dpa

     

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    Tags:
    Polizei, Untersuchungshaft, Ermittlungen, Tod, Kind, Erzieher, Mordverdacht, Deutschland