10:18 14 Juli 2020
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    Der Bundestag hat einstimmig den Staatsvertrag gebilligt, nach dem jüdische Militärseelsorger bei der Bundeswehr tätig sein können.

    Der vom Bundestag gebilligte Staatsvertrag wurde bereits Ende 2019 von der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, unterzeichnet.

    Gemäß diesem Dokument können sich jüdische Bundeswehrsoldaten voraussichtlich noch in diesem Jahr an einen Militärrabbiner wenden. Bislang gab es bei der Bundeswehr nur eine evangelische und eine katholische Seelsorge.

    Die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) hob die historische Dimension der Entscheidung hervor, wobei der Kirchenbeauftragte der Unionsfraktion, Hermann Gröhe (CDU), von einem bewegenden Moment sprach.

    „Militärrabbiner sind für die Bundeswehr ein großes Geschenk“, betonte Gröhe.

    Schätzungen zufolge gibt es in der Bundewehr rund 94.000 Christen und etwa 300 Juden. Die Zahl der Muslime in der Truppe wird auf 3000 geschätzt. Die Gespräche über eine islamische Seelsorge gestalten sich wegen der unterschiedlichen Organisationsformen der Glaubensverbände allerdings schwierig.

    ac/mt/dpa

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    Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundeswehr, Rabbiner, Juden, Bundestag