15:08 07 Juli 2020
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    Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig hat eine neue Aufklärungskampagne gegen den Konsum von Cannabis bei Jugendlichen in Angriff genommen. Die CSU-Politikerin präsentierte das „Social-Media-Präventionsangebot“ bei einer Pressekonferenz am Freitag in Berlin.

    Es gehe darum, zu vermitteln: „Kiffen ist nicht cool. Es ist cool, nicht zu kiffen“, sagte Ludwig. Ihr zufolge ist Cannabis bei jungen Menschen die illegale Droge Nummer eins. Durch Debatten zur Legalisierung von Cannabis entstehe bei vielen der Eindruck, das sei ein „harmloses Kraut“. Man wisse aber aus zahlreichen Studien, dass ein früher und regelmäßiger Cannabiskonsum bei jungen Menschen zu schweren Gehirnschäden führen könne, betonte die Drogenbeauftragte.

    Nun gelte es, junge Menschen über Web-Plattformen wie TikTok, Youtube und Instagram verstärkt vor den gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums zu warnen und über dessen mögliche Langzeitfolgen aufzuklären. „Wir werden mit unserem neuen Social-Media-Präventionsangebot den Jugendlichen und jungen Erwachsenen dort begegnen, wo sie tagtäglich miteinander kommunizieren, Fotos und Storys teilen“, sagte Ludwig. Sie wird gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Präventionsmaßnahmen ausweiten, um junge Menschen für die Risiken des Cannabiskonsums zu sensibilisieren.

    Mit der Drogenbeauftragten stimmte die BZgA-Chefin Heidrun Thaiss überein. Cannabis werde in der Öffentlichkeit oft verharmlost, der Konsum sei aber mit gesundheitlichen Folgen verbunden. Je früher, häufiger und intensiver die Droge konsumiert werde, desto größer sei das Risiko, an einer Psychose oder sogar Schizophrenie zu erkranken, sagte Taiss.  

    ls/mt/dpa

     

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    CSU, Deutschland