23:45 26 Oktober 2020
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    Die Benachteiligung der Afroamerikaner betreffe Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Arbeit und zeige, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert würden, sagte Bachelet am Dienstag in Genf.

    In ihrer Mitteilung prangerte die UN-Hochkommissarin an, dass die Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern Ungleichheiten offenbart habe. Vielerorts hätten sich Angehörige von Minderheiten überdurchschnittlich oft infiziert. Sie nannte etwa die USA, Brasilien, Frankreich und Großbritannien.

    Die Ursachen dafür müssten untersucht werden. Es könne daran liegen, dass die Menschen am Rande der Gesellschaft lebten, diskriminiert oder gesundheitlich nicht gut versorgt würden. Wirtschaftliche Ungleichheit und enge Lebensverhältnisse könnten ebenso eine Rolle spielen.

    Angehörige dieser Gruppen arbeiteten zudem verstärkt in Jobs mit höheren Ansteckungsrisiken, etwa im Transportbereich, im Gesundheits- oder Raumpflegewesen, betonte Bachelet.

    Sie rief alle Staaten auf, besser auf die Gesundheit dieser Gruppen zu achten, dort mehr auf das Coronavirus zu testen, die Menschen gesundheitlich besser zu versorgen und sie umfassender zu informieren.

    „Der Kampf gegen diese Pandemie kann nicht gewonnen werden, wenn Regierungen sich weigern, die himmelschreienden Ungleichheiten zuzugeben, auf die uns dieses Virus aufmerksam macht“, so Bachelet.

    asch/ae/dpa

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    Tags:
    Schwarze, Benachteiligung, Rassismus, Proteste, George Floyd, Coronavirus, Covid-19, Afroamerikaner, Diskriminierung, Uno, USA