03:13 14 Juli 2020
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    Nach Berechnungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) lässt der Anstieg der Krankschreibungen während der Corona-Pandemie die Ausgaben für die Lohnfortzahlung in diesem Jahr um rund 1,6 Milliarden Euro steigen.

    Dem Institut zufolge ist das vor allem auf die bis Ende Mai geltenden telefonischen Krankschreibungen bei Erkältungen zurückzuführen.

    Wie aus der neusten Untersuchung des Instituts hervorgeht, hätten die Ärzte diese erleichterten Regelungen umsichtig genutzt und damit „einen substanziellen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geleistet“. So seien Infektionsrisiken in den Belegschaften der Betriebe reduziert worden.

    Insgesamt erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft Ausgaben der Arbeitgeber für die Lohnfortzahlung von rund 69 Milliarden Euro in diesem Jahr.

    Das IW hat unter anderem die Zahlen der Betriebskrankenkassen ausgewertet. Bei ihnen habe der Krankenstand im März um 1,5 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat gelegen. Im April sei er dann lediglich um 0,1 Prozentpunkte höher gewesen. Befürchtungen, die Krankschreibung per Telefon könne missbräuchlich in Anspruch genommen werden, scheinen sich vor dem Hintergrund des Aprilwerts nicht zu bestätigen, so der Autor der Studie, Jochen Pimpertz.

    Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit Sitz in Köln und Büros in Berlin und Brüssel ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschungsinstitut, das von Verbänden und Unternehmen der Wirtschaft finanziert wird.

    ac/mt/dpa

     

     

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