02:18 29 November 2020
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    Der Europarat hat am Donnerstag Malta aufgefordert, die mehr als 400 im Mittelmeer ausharrenden Migranten an Land zu lassen.

    Einige der Flüchtlinge blieben mehr als einen Monat lang auf See, nachdem sie von einem nicht seetüchtigen Boot nördlich von Libyen gerettet worden waren, das sie nach Europa brachte. Malta, das die Boote gechartert hat, besteht darauf, dass sie nicht ans Ufer gebracht werden könnten, weil seine Häfen wegen des Corona-Ausbruchs geschlossen seien. 

    „Die Situation mit den mehr als 400 Personen, die auf privaten Schiffen außerhalb des Hoheitsgewässers Maltas festgehalten werden, ist untragbar und erfordert sofortige Maßnahmen“, stellt Dunja Mijatović, die Menschenrechtskommissarin des Europarats, fest. 

    Die Landesregierung behauptet in diesem Zusammenhang, die meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union hätten die Verpflichtung, Migranten, die ihre Küste erreicht hätten, aufzunehmen, nicht eingehalten.

    Den Frauen und Kindern wurde jedoch aus humanitären Gründen erlaubt, an Land zu gehen. Der Zustand der Männer, die auf den Booten zurückgelassen wurden, ist unklar. Fotografen, die sich ihnen genähert hatten, sagten aber, sie seien bei guter Gesundheit gewesen. 

    „Trotz aller Herausforderungen ist es weiterhin von größter Wichtigkeit, dass keine direkten und indirekten Maßnahmen der Mitgliedstaaten des Europarats zur Rückkehr der Migranten auf See zu Orten führen, wo sie schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind“, so Dunja Mijatović. 

    ao/mt/rtr

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    Tags:
    Migranten, Dunja Mijatović, Europarat, Flüchtlinge, Malta