08:12 25 November 2020
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    Die Fluggesellschaft Lufthansa soll eine „Home-Coming-Garantie“ durchsetzen. Darüber spricht der Konzern-Chef Carsten Spohr in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

    Die „Rückflug-Garantie“ sollte laut seinen Worten dazu dienen, den Befürchtungen in der Zeit der Corona-Pandemie entgehen zu können. 

    „Wer zurückwill nach Deutschland, den bringen wir zurück. Sei es, weil er wegen erhöhter Temperatur am Zielort nicht einreisen darf, er dort in Quarantäne müsste oder weil im Gastland das Virus ausbricht – für alle diese Fälle wird es eine abgesicherte Rückflug-Garantie geben“, sagt der Lufthansa-Chef. 

    Sonstige Details gab er nicht an. Er äußerte seine volle Zuversicht, dass der Bedarf nach Privatreisen nicht lange auf sich werde warten lassen.

    Die Lufthansa war von der Corona-Krise schwer betroffen. Der Konzern beschäftigt ungefähr 138.000 Angestellte, und Tausende Arbeitsstellen sind derzeit in Gefahr. Die Bundesregierung hatte ein Rettungspaket für die Airline durchgebracht. Der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) soll demnach stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro in das Vermögen der Deutsche Lufthansa AG leisten und 20 Prozent der Aktien übernehmen. 

    Spohr rief im Interview dazu auf, „staatliche Anreize für neue Flugzeuge“ zu erwägen, und sprach diesbezüglich von einer „Innovationsprämie“

    „Ein neues Flugzeug braucht bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff und erzeugt 50 Prozent weniger Lärm als das jeweilige Vorgängermodell. Der Sprung ist enorm“, so Spohr. 

    Wenn mehr neue Flugmaschinen erwerbt würden, helfe dies „der Umwelt, den Flugzeugherstellern und den Airlines“. Lufthansa bespricht zurzeit mit den Flugzeugherstellern Boeing und Airbus eine Möglichkeit, bereits bestellte Flugzeuge später abzunehmen als vereinbart. 

    ao/mt/dpa

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    Tags:
    Coronavirus, Fluggesellschaft, Lufthansa, Carsten Spohr