02:00 11 Juli 2020
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    Bei den Khaled Alkhateb Memorial Awards des Senders RT werden die besten Beiträge von in Krisengebieten tätigen Reportern gekürt. Auch dieses Jahr soll die Auszeichnung zum insgesamt dritten Mal verliehen werden. Angesichts der Pandemie wurde der Anmeldeschluss bis zum 30. Juni verlängert.

    Die Auszeichnung wird im Gedenken an den freiberuflichen RT-Journalisten Khaled Alkhateb vergeben, der 2017 während der Berichterstattung in Syrien getötet wurde. Anfang Juni dieses Jahres kam ein weiterer Journalist infolge eines gewaltsamen Angriffs ums Leben.

    „Selbst die Pandemie konnte Kriegsberichterstatter nicht davon abhalten, ihre Arbeit in der ganzen Welt zu tun. Erst letzte Woche wurde ein Freiberufler, der mit der Videoagentur Ruptly von RT zusammenarbeitet, im Jemen brutal getötet. Wir haben die Khaled Alkhateb Memorial Awards ins Leben gerufen, um diejenigen zu ehren, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um die Wahrheit mitzuteilen“, sagte die stellvertretende RT-Chefredakteurin Anna Belkina.

    Die Khaled Alkhateb Memorial Awards küren die besten Arbeiten aus einem Krisengebiet in den nachfolgenden drei Kategorien: „Langes Video“, „Kurzfilm“ und „Text“.  Im vergangenen Jahr wählte die Jury die Beiträge aus 25 Ländern. Journalisten aus Russland, den USA, Italien und Indien erhielten höchste Auszeichnungen für ihre Berichte über die Konflikte in Syrien, Irak und Libyen.

    Die internationale Jury setzt sich aus Fachleuten der Medienlandschaft sowie Experten zum Thema Krieg und bewaffnete Konflikte zusammen. Im Jahr 2019 fand die Preisverleihung im Rahmen des RT Media Talk „Konfliktberichterstattung: Dimensionen, Risiken und Verantwortlichkeiten des Journalismus in Krisengebieten“ statt. Renommierte Journalisten diskutierten über Unparteilichkeit bei der Berichterstattung zu internationalen Konflikten. Unter anderem ging es um die Entlarvung falscher Nachrichten über das Kriegsgeschehen.

    Die diesjährige Preisverleihung findet am 30. Juli statt, dem Todestag von Khaled Alkhateb. Der damals 25-Jährige starb 2017 bei einem Raketenangriff der Terrormiliz Islamischer Staat* im syrischen Gouvernement Homs. In seinen Reportagen berichtete er von Gefechten zwischen syrischen Regierungstruppen und Terroristen. Im April 2018 wurde der Journalist vom russischen Präsidenten Wladimir Putin posthum mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

    *Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    mka/gs

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    Tags:
    RT, Berichterstattung, Konflikte, Journalismus