18:40 28 Oktober 2020
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    Während einer Protestkundgebung gegen Rassismus und Polizeigewalt, die am Samstag auf dem Place de la République in Paris stattfindet, ist es zu Unruhen und Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten gekommen.

    Die Aktion begann um 14:30 Uhr (Ortszeit). Laut den Medien-Angaben sollten sich daran etwa 10.000 Menschen beteiligen. 

    Nach ungefähr anderthalb Stunden schlossen sich die schwarz gekleideten Menschen, hauptsächlich junge Männer, in einer Gruppe zusammen und fingen an, Flaschen, Töpfe sowie Farbe und Müll auf die Polizisten zu werfen, die die Straße abgesperrt hatten. Dabei riefen sie: „Wir wollen gehen, geben Sie uns den Weg frei!“

    Außerdem zündeten die Demonstranten einen Müllhaufen an. Der Platz wurde vom Rauch der Falschfeuer eingehüllt, gleichzeitig waren Knalle von Knallkörpern zu hören. 

    Wegen der eskalierenden Lage hat die Polizei Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt. Die Menschenmenge wich von der Absperrungslinie zurück, aber nur für kurze Zeit. Einige Protestierende versuchten, die Fenster des Geschäfts des Mobilfunkanbieters „Orange“ einzuschlagen.

    US-Proteste dehnen sich auf Europa aus 

    Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte in den USA Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Die Protestwelle hat inzwischen auch viele europäische Städte erfasst. Am 20. Juni sollen nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden ungefähr 20.000 Menschen auf die Pariser Straßen gehen. 

    ao/mt/sna

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    Tags:
    Tränengas, Proteste, Kundgebung, Polizei, Paris