21:07 12 Juli 2020
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    Trotz Corona-Beschränkungen hat das Bündnis „Unteilbar“ am Sonntag viele Menschen in mehreren deutschen Städten auf die Straßen gebracht. Fotos von den Aktionen wurden im Netz veröffentlicht.

    Unter dem Motto #SoGehtSolidarisch knüpften Demonstranten lange Menschenketten und setzten so ein Zeichen gegen Rassismus und soziale Ungleichheit.

    In Berlin sprachen die Veranstalter von 20.000 Teilnehmern. Die Polizei kam bei einer Schätzung am Sonntagnachmittag dagegen auf etwa 8000 Menschen, gab aber an, dass danach noch weitere Menschen dazugekommen seien, und verwies auf die Zahlen des Versammlungsleiters.

    Die Menschen trugen vielfach Mundschutz und bildeten mit Hygiene-Abstand ein neun Kilometer langes, farbenfrohes „Band der Solidarität“, das vom Brandenburger Tor bis in den Stadtteil Neukölln reichte.
    In Berlin beteiligten sich etwa Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und SPD-Vize Kevin Kühnert.

    Auch in Freiburg, Chemnitz, Detmold, Plauen, Münster und Passau folgten die Menschen dem bundesweiten Demo-Aufruf. In Hamburg beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 840 Menschen an einer Kette, die vom Rathaus um die Binnenalster bis zum Hauptbahnhof reichte – ebenfalls mit viel Abstand zwischen den Menschen.

    In Leipzig gingen nach Polizeiangaben rund 1400 Menschen auf die Straße und bildeten 15 Minuten lang eine Menschenkette. Mit dabei waren unter anderem die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, und Sachsens Justizministerin Katja Meier von den Grünen.

    Massenaktionen in Corona-Zeiten

    Die Berliner Polizei zeigte sich mit der Umsetzung der Solidaritätsaktion sehr zufrieden. Das Hygienekonzept ist laut dem Pressesprecher Thilo Cablitz „vollends aufgegangen“.

    Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sowie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller – beide von der SPD – unterstützten die Botschaft der sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung starkmachenden Aktionsteilnehmer, warnten jedoch vor einer massenhaften Ansteckung mit dem Coronavirus. Man dürfe das Erreichte bei der Corona-Bekämpfung nicht verspielen, sagte Müller gegenüber Medien.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 7,8 Millionen Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 431.225 Todesopfer registriert.

    In Deutschland seien an der neuartigen Erkrankung 8801 Patienten gestorben.

    mo/mt/dpa

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