01:46 11 Juli 2020
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    Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entschlossenheit der Bundesregierung im Kampf gegen den Extremismus bestätigt.

    In einem Grußwort bei einer virtuellen Konferenz des American Jewish Comittee betonte Merkel, dass das Staatswesen in Deutschland sowie das friedliche Zusammenleben auf grundlegenden Werten beruhen, die Extremismus als völlig inakzeptabel betrachten.

    „Und mit diesen Werten sind Antisemitismus und Rassismus, Hass und Hetze, ob in sozialen Medien oder auf offener Straße, unvereinbar. Solchen Auswüchsen müssen wir, Regierung und Gesellschaft, mit aller Macht und Kraft entgegenwirken“, sagte die Bundeskanzlerin.

    Allerdings gebe es laut Merkel immer wieder „bittere Rückschläge“, die das demokratische System gefährden könnten.

    „Besonders das Attentat auf die Synagoge in Halle hat uns tief erschüttert. Solche widerwärtigen Angriffe zielen auf das Herz unserer Demokratie“, sagte Merkel.

    Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Deutscher versucht, in die gut besuchte jüdische Synagoge in Halle einzudringen. Als das misslang, erschoss er in der Nähe zwei Menschen und verletzte auf seiner Flucht weitere schwer, ehe er festgenommen wurde.

    „Jüdinnen und Juden sollen sich in Deutschland frei und sicher fühlen; sie sollen ihren Glauben und ihre Kultur offen leben können“, unterstrich die deutsche Regierungschefin.

    Zudem teilte die Bundeskanzlerin mit, dass Deutschland auch dafür verantwortlich sei, sich für die Sicherheit Israels einzusetzen. Ihrer Ansicht nach lasse sich ein dauerhafter Frieden in Nahost nur durch Verständigung zwischen den Völkern und eine verhandelte Zwei-Staatenlösung erreichen.

    Das American Jewish Comittee ist eine amerikanische jüdische Nichtregierungsorganisation, die sich unter anderem für die Belange Israels einsetzt.

    ac/mt/dpa

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    Tragödie, Halle, Nahostregelung, Nahost, Unterstützung, Israel, Deutschland, Verurteilung, Rassismus, Antisemitismus, Angela Merkel