18:34 31 Oktober 2020
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    Eine Gruppe von Protestlern hat ein Denkmal für den ersten US-Präsidenten George Washington in Portland im US-Bundesstaat Oregon abgerissen. Dies meldet der örtliche TV-Sender KOIN.

    Laut dem TV-Sender näherte sich eine Gruppe von 20 Personen einer Statue, die vor dem Gebäude der German American Society im Nordosten von Portland stand. Zuerst sei eine amerikanische Flagge über den Kopf der Statue geworfen und in Brand gesetzt worden. Dann, als sich mehr Leute dort angesammelt hatten, sei die Statue zu Boden geworfen und mit Graffiti bemalt worden. Darüber hinaus wurde das Denkmal mit der Jahreszahl „1619“ bemalt, die als das Jahr gilt, in dem die ersten Sklaven nach Amerika gekommen waren.

    Die Polizei hat eine Ermittlung des Vorfalls eingeleitet.

    Verschärfung von Protesten

    Angesichts des Todes des Afroamerikaners George Floyd durch die Polizei in den USA verschärften sich erneut die Diskussionen über Rassendiskriminierung, in vielen Städten fanden Proteste statt und mehrere weitere Denkmäler für die im US-Bürgerkrieg kämpfenden Südstaatenbewohner wurden abgerissen. Ihre Statuen werden sowohl aufgrund einer Entscheidung der örtlichen Behörden als auch durch protestierende Bürger demontiert.

    Bürgerkrieg

    Der Bürgerkrieg wurde der blutigste in der Geschichte der USA, führte jedoch zur Befreiung von Sklaven. Dabei blieb die Position der Afroamerikaner in der Gesellschaft bis in die 1960er Jahre weitgehend ungleich. Afroamerikaner sind heute die am wenigsten wirtschaftlich prosperierende rassische und ethnische Gruppe in der US-amerikanischen Gesellschaft. Die Polizei wird des systemischen Rassismus beschuldigt, und eine Reihe lauter Fälle, in denen Afroamerikaner von weißen Polizisten getötet wurden, haben in den letzten Jahren zu umfangreichen Protestaktionen geführt.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    George Washington, Statue, Proteste, Rassismus