07:29 21 Oktober 2020
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    Laut einer neulich veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung verdienen Mütter aufs gesamte Erwerbsleben gerechnet deutlich weniger als Frauen ohne Kinder.

    Nach Angaben der Stiftung sei die sogenannte „Motherhood Lifetime Penalty“ (lebenslange Strafe der Mutterschaft) im Laufe der Zeit sogar größer geworden. Die Autoren der Studie prognostizieren, dass sich die Ungleichheiten wegen der Corona-Krise noch weiter verschärfen dürften, da dadurch etwa zusätzliche Betreuungsarbeit notwendig geworden sei.

    Um den Einfluss des Kinderkriegens auf die Löhne von Frauen zu verdeutlichen, konzentriert sich die Studie auf den Vergleich von Einkommen über das gesamte Berufsleben hinweg. Demnach führt die Entscheidung für ein Kind bei Frauen durchschnittlich zu Einbußen von rund 40 Prozent, bei drei oder mehr Kindern sogar von bis zu 70 Prozent. Diese massiven Einschnitte erklären sich vor allem dadurch, dass viele Mütter ihre Beschäftigung vorübergehend unterbrechen und auch danach oft in Teilzeit weiterarbeiten.

    Die Bertelsmann Stiftung ist eine selbständige Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Gütersloh. Sie wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet. Dabei spielten sowohl gesellschafts- und unternehmenspolitische Motive als auch steuerliche Gründe eine Rolle. Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für „Reformprozesse“ und „Prinzipien unternehmerischen Handelns“ ein, um eine „zukunftsfähige Gesellschaft“ ins Leben zu rufen. Allerdings wurde ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft mehrmals kritisiert.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Vergleich, Kinder, Frauen, Einkommen, Bertelsmann Stiftung, Studie