21:46 20 Oktober 2020
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    In dem vom massenhaften Corona-Ausbruch in Deutschlands größter Fleischfabrik Tönnies besonders betroffenen Landkreis Gütersloh gehen die Tests am Montag weiter. Viele mobile Teams sollen wieder ausschwärmen, um die unter Quarantäne stehenden Betroffenen aufzusuchen.

    An den Teams beteiligt sind jeweils Mitarbeiter des zuständigen Ordnungsamtes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Bundeswehr sowie Dolmetscher. Die örtlichen Kräfte werden dabei durch Fachpersonal aus anderen Landesteilen unterstützt.

    Nachdem am Sonntag 32 solcher Teams im Einsatz gewesen seien, soll deren Zahl am Montag aufgestockt werden, zitiert die DPA eine Sprecherin des Kreises. Erneut sollen mobile Teams in den Städten und Gemeinden Abstriche bei Haushaltsangehörigen von Tönnies-Mitarbeitern machen und ihnen Unterstützung anbieten.

    Auch alle anderen Bürger des Landkreises sollen in den kommenden Tagen die Möglichkeit bekommen, sich kostenlos testen zu lassen. Auf einen Lockdown im Kreis Gütersloh haben die Behörden bislang verzichtet. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hatte am Sonntag argumentiert, das Infektionsgeschehen sei klar bei der Firma Tönnies lokalisierbar, und es gebe keinen „signifikanten Übersprung“ hinein in die Bevölkerung.

    Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies

    Im ostwestfälischen Schlachtereibetrieb Tönnies hatten sich Hunderte Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nachdem die Reihentests auf dem Gelände der Firma am Wochenende abgeschlossen wurden, werden am Montag die restlichen Befunde erwartet. Bei insgesamt 6139 Beschäftigten wurden Proben genommen. Bislang wurden 1331 Infizierte registriert.

    In den vier Krankenhäusern im Landkreis wurden am Sonntag 21 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Sechs Personen lagen auf der Intensivstation, zwei von ihnen müssen beatmet werden. Fünf der sechs sind nach Angaben des Kreises Tönnies-Beschäftigte.

    Der Kreis Gütersloh hatte bei der Bundeswehr um Hilfe bei einem Reihentest auf Corona-Infektionen angefragt. Ab Freitag soll die Bundeswehr Soldaten mit medizinischen Vorkenntnissen und andere für die Dokumentation schicken. Insgesamt sollen rund zwei Dutzend Soldaten helfen.

    Covid-19-Pandemie

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 8,9 Millionen Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 468.589 Todesopfer registriert.

    In Deutschland seien an der neuartigen Erkrankung 8897 Patienten gestorben.

    mo/mt/dpa

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