23:38 18 September 2020
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    Der polnische Präsident Andrzej Duda hat sich eine Woche vor der Präsidentschafts-Stichwahl gegen die Erweiterung von Rechten für homosexuelle Paare geäußert.

    Der konservative Politiker erklärte, er werde am Montag im Sejm eine Änderung zur Verfassung einbringen, der zufolge Menschen in homosexueller Beziehung von der Adoption von Kindern eindeutig ausgeschlossen werden müssten.

    Der Agentur PAP zufolge äußerte sich auch Dudas Gegenkandidat, der liberale polnische Politiker Rafal Trzaskowski, gegen die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare.

    Der Bürgermeister Warschaus kritisierte Duda jedoch, weil er „Stellvertreterthemen“ erörtere.

    Der Sejm-Abgeordnete und Aktivist von LGBT, Krzysztof Smiszek, hat unterstrichen, dass Duda für seinen Vorschlag nicht genug Mehrheit habe, um eine Verfassungsänderung im Parlament gebilligt zu bekommen.

    Smiszek zufolge ist Dudas Erklärung lediglich ein Beispiel dafür, dass primitive Ängste vor Homosexuellen instrumentalisiert würden, um Wähler zu gewinnen.

    Laut stattfindenden Befragungen erfolgt ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Präsidentenamt.

    Eine weitere Umfrage, die im Auftrag des konservativen Nachrichtenmagazins „Do Rzeczy“ vorgenommen wurde, zeigt, dass Duda bei 50,9 Prozent und sein Konkurrent - ganz nahe – bei 49,1 Prozent - liegt.

    ek/mt/dpa

     

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    Tags:
    Homosexuelle, Präsidentenwahl, Andrzej Duda, Verfassungsgericht, Verfassung, Änderungen, Kinder, Adoption