21:37 29 November 2020
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    Seit Beginn der Demonstrationen am Dienstag nach dem Tod des prominenten Sängers Hachalu Hundessa seien in der Region Oromia mindestens 156 Menschen getötet worden, darunter elf Polizisten, sagte Girma Gelan, der stellvertretende Polizeichef für Oromia, am Samstagabend im staatlichen Fernsehen.

    Zudem kamen nach vorherigen Behördenangaben zehn Menschen in Addis Abeba ums Leben, darunter zwei Polizisten. In der Hauptstadt hatte sich die Lage bis zum Sonntag wieder entspannt, wie ein dpa-Reporter berichtete.

    Hachalu, der für seine politischen Lieder bekannt ist und von vielen Oromos als Verfechter der Bevölkerungsgruppe angesehen wird, wurde am Montag erschossen. Daraufhin gab es Proteste in Addis Abeba und Oromia und Zusammenstöße mit Sicherheitskräften. Auch wurden etliche Menschen festgenommen und das Internet abgeschaltet.

    Die Oromos - die größte ethnische Gruppe in Äthiopien - fühlen sich seit Jahren marginalisiert. Der seit 2018 amtierende Regierungschef Abiy Ahmed gilt zwar als Reformer und viele hofften, dass er auch die ethnischen Konflikte in dem Vielvölkerstaat befrieden kann. Allerdings haben diese während seiner Amtszeit zugenommen.

    jeg/dpa

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    Tote, Sänger, Proteste, Äthiopien