09:42 12 August 2020
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    Im Iran sind drei Menschen wegen der Unruhen im November 2019 zum Tode verurteilt worden, teilte der amtliche Gerichtssprecher Gholamhossein Esmaili mit.

    Laut der auf juristische Themen spezialisierten Agentur Mizan Online versicherte Esmaili, das Oberste Gericht habe das gegen drei Menschen verhängte Urteil bekräftigt, nachdem sie Berufung eingelegt hätten. „Die Information darüber, dass das Urteil bestätigt wurde, ist wahr“, sagte Esmaili in einem Kommentar zu dem Gerichtsbeschluss.

    Todesstrafe in den USA (Archiv)
    © AP Photo / California Department of Corrections and Rehabilitation
    Dem Sprecher zufolge waren in Mobiltelefonen der Verurteilten Videos von Brandstiftungen in Bussen, in einer Bank und an öffentlichen Aufenthaltsplätzen entdeckt worden, die sie an ausländische Nachrichtenagenturen geschickt hätten.

    Nach Angaben der Agentur IRNA wurden die Verurteilten nicht während der Unruhen festgenommen. Zwei von ihnen seien bei einem bewaffneten Raubüberfall gefasst worden.

    Im Iran war es Mitte November wegen der Entscheidung der Behörden, die Benzinpreise anzuheben und Quoten für den Kraftstoff einzuführen, zu Protesten, darunter auch gewaltsamen, gekommen. Die gewalttätigen Ausschreitungen gingen mit erheblicher Sachbeschädigung und Brandstiftungen in Banken einher und forderten Tote und Verletzte sowohl unter Protestierenden als auch Polizisten.

    Nach Ansicht des US-Außenministeriums waren bei den Unruhen durch die Handlungen der Behörden mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Teheran wies diese Beschuldigung zurück. Ein halbes Jahr später teilte es mit, dass bei den Unruhen mehr als 220 Menschen gestorben seien.

    Staatspräsident Hassan Rohani erklärte, die Unruhen seien von den USA und Israel organisiert worden – mit dem Ziel, die Sicherheit des Irans zu untergraben.

    ls/sb

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    Hassan Rohani, Iran