13:56 13 August 2020
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    Erst einen Tag nach Errichtung: Statue von Antirassismus-Demonstrantin in Bristol wieder entfernt

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    Die Behörden der englischen Stadt Bristol haben laut eigenen Angaben die Statue einer Black-Lives-Matter-Demonstrantin entfernt, mit der das vorherige Denkmal eines Sklavenhändlers aus dem 17. Jahrhundert eigenmächtig ersetzt wurde.

    Eine zehn Menschen starke Aktivsten-Gruppe um den Künstler Marc Quinn stellte am Mittwoch die von ihm gefertigte Skulptur der dunkelhäutigen Anti-Rassismus-Aktivistin Jen Reid auf den Sockel, wo zuvor die Statue von Edward Colston gestanden hatte. Sie war am 7. Juni von Demonstranten zu Fall gebracht und in den Hafen von Bristol geworfen worden.

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    Erst einen Tag nach ihrer Errichtung wurde die neue Skulptur beseitigt. Sie sei, wie Bristols Bürgermeister Marvin Rees bereits am Mittwoch erklärte, „nicht angefordert“ worden. Es sei „keine Erlaubnis für deren Aufstellung“ gegeben worden.

    „Die Zukunft des Sockels und was darauf angebracht wird, muss von den Menschen in Bristol entschieden werden“, so Rees in seinem Statement.

    Die neue Statue werde im Museum aufbewahrt, bis der Künstler sie abhole oder an die Sammlung stifte, twitterte der Stadtrat von Bristol am Donnerstag.

    Tod von George Floyd und Proteste gegen Rassismus

    Eine Welle von Protesten und Unruhen erfasste US-amerikanische Städte nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizei-Einsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota). In Europa kam es ebenso zu Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Viele Denkmäler wurden gestürzt oder bemalt.

    Zu den Kundgebungen war es nach der Veröffentlichung eines Videos gekommen, in dem die Polizisten Floyd mit Handschellen fesselten, ihn niederschlugen und zu dritt auf ihn niederfielen. Dabei drückte einer von ihnen mit dem Knie auf den Hals des Festgenommenen. Floyd sagt im Video mehrmals, dass er nicht atmen könne, dann verstummt er. Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

    mo/mt

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