13:31 13 August 2020
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    Wegen umstrittener Äußerungen über Homosexuelle steht der Biologie-Professor Ulrich Kutschera erneut vor dem Amtsgericht Kassel. Die Anklage beschuldigt ihn der Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung.

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem 65-jährigen Professor vor, unter dem Vorwand angeblich „biowissenschaftlicher Fakten“ Homosexuellen eine grundsätzliche Neigung zum sexuellen Missbrauch von Kindern zuzuschreiben.

    Der Angeklagte verteidigte seine provokanten Aussagen, die er gegenüber dem Internetportal kath.net 2017 gemacht hatte. „Das Kindeswohl steht im Mittelpunkt meiner Aussagen“, sagte Kutschera zum Auftakt des Prozesses. Er kündigte erneut an, die Korrektheit seiner Aussagen zu belegen.

    Kutschera ist Evolutionsbiologe an der Universität Kassel. Die Vorwürfe gegen ihn beziehen sich auf ein Interview, das 2017 auf kath.net erschien. Es drehte sich um das Thema „Ehe für alle“, also Eheschließungen von Personen gleichen Geschlechts.

    Unter anderem hatte Kutschera erklärt: „Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen.“

    Ein erster Prozess im Sommer 2019 war geplatzt.

    om/gs/dpa 

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    Tags:
    Kindermissbrauch, Kassel, Professor, Gericht, Homosexuelle, Deutschland