18:39 28 November 2020
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    Ein Mann hat die Familie einer US-Bundesrichterin in New Jersey attackiert. Ihr Sohn kam ums Leben, ihr Ehemann erlitt Verletzungen. Der Angreifer ist nun tot, teilten die zentrale US-Sicherheitsbehörde FBI und die Staatsanwaltschaft in Newark mit.

    Die Attacke ereignete sich den Behörden zufolge am 19. Juli im Haus der Richterin Esther Salas. Als „primäres Subjekt“ des Angriffs sei Roy Den Hollander identifiziert worden.

    Den Hollander hat sich selbst laut Medienberichten als „Anti-Feministen“-Anwalt bezeichnet. Er sei für zahlreiche Klagen gegen die Rechte von Frauen sowie sexistische und teils rassistische Schriften bekannt. Salas habe bei einem seiner Fälle den Vorsitz. Der Verdächtige habe in seinem Umfeld zudem erzählt, er sei unheilbar an Krebs erkrankt.

    Schießerei in New Jersey

    Der Täter habe am Sonntagnachmittag als Paketbote verkleidet am Haus der Familie in der Gemeinde North Brunswick geklingelt, so der US-Fernsehsender CNN unter Verweis auf Quellen. Als der Sohn der Richterin die Tür öffnete, habe der Angreifer auf den 20-Jährigen und dessen hinter ihm stehenden Vater geschossen und sei geflohen.

    Zu dem Zeitpunkt der Attacke soll die Richterin Medien zufolge auch zu Hause gewesen sein, sei aber nicht verletzt worden. Ihr Ehemann, Mark Anderl, sei operiert worden und befinde sich in einem stabilen Zustand.

    Der mutmaßliche Täter Roy Den Hollander wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur AP am Montag im New Yorker Bezirk Sullivan County tot aufgefunden. Der Jurist habe sich offenbar selbst getötet.

    Richterin Salas

    Esther Salas hatte das Amt als Bundesrichterin am Bundesgericht von New Jersey nach ihrer Nominierung durch den damaligen Präsidenten Barack Obama 2010 angetreten. Sie wurde damit zur ersten Bundesrichterin mit lateinamerikanischen Wurzeln in den USA.

    Die 51-jährige übernahm laut CNN am Donnerstag ein Verfahren, in dem eine Sammelklage von Investoren gegen die Deutsche Bank verhandelt werde. Die Investoren werfen der Bank vor, Finanzaktivitäten von Hochrisikokunden nicht ausreichend überwacht zu haben – darunter auch jene des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, der sich nach offiziellen Angaben vergangenes Jahr in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen hatte.

    mo/mt

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