05:22 15 August 2020
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    Im Rahmes des Falles über die Ermordung eines Tschetschenen in Gerasdorf bei Wien wird einer der Festgenommenen eine Freiheitsstrafe für eine andere Straftat abbüßen. Der andere soll bis zum 20. August in der U-Haft bleiben. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Korneuburg gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit.

    Für einen mutmaßlichen Täter, der vermutlich nicht geschossen hätte, sondern in der Nähe gewesen sei, sei die Untersuchungshaft bis zum 20. August verlängert worden, so der Sprecher.

    Es bestehe keine Notwendigkeit, dem mutmaßlichen Schützen die U-Haft zu verlängern, da er sowieso im Gefängnis sei und eine Strafe für andere Taten abbüßt, die mit dem Mord in Gerasdorf bei Wien nicht verbunden seien, führte er weiter aus. 

    Dem Sprecher zufolge werde der Täter seine Strafe bis Januar 2021 verbüßen. Falls das Strafverfahren im Gerasdorf-Fall bis zu diesem Zeitpunkt nicht abgeschlossen sein sollte, werde das Gericht beschließen, ob er weiter in U-Haft bleiben solle. 

    Mord in Gerasdorf 

    Am 4. Juli hatte die österreichische Polizei bekannt gemacht, dass die Einsatzkräfte am Samstagabend wegen eines möglichen Tötungsdelikts in Gerasdorf bei Wien alarmiert worden seien. 

    Ein 43-jähriger russischer Staatsbürger sei mit Schussverletzungen am Gelände zu einem Gewerbebetrieb tot aufgefunden worden. Dies war der Asylsuchende Martin Beck aus der russischen Teilrepublik Tschetschenien.

    Tatverdächtige ebenfalls Tschetschenen

    Gegen den 47-Jährigen sowie einen weiteren Beschuldigten sei die U-Haft verhängt worden, erklärte Friedrich Köhl von der Staatsanwaltschaft Korneuburg. Die beiden Verdächtigen stammen aus der tschetschenischen Community.

    Laut RIA Novosti schließe der Sprecher der Polizei Niederösterreich, Johann Baumschlager, nicht aus, dass die Tat politisch motiviert sein könne. 

    Der Botschafter Russlands in Österreich, Dmitri Ljubinski, teilte mit, die russische Botschaft sei in Kontakt mit den österreichischen Strafverfolgungsbehörden getreten und sei offen für eine enge Kooperation. 

    ao/mt/sna

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    Tags:
    Freiheitsstrafe, U-Haft, Verdächtiger, Staatsanwaltschaft, Österreich, Mord